VR ge­winnt al­le um­kämpf­ten Trak­tan­den

Finanz und Wirtschaft - - INDUSTRIE - BA

An der Ge­ne­ral­ver­samm­lung (GV) der Schmolz + Bi­cken­bach am Frei­tag in Em­men­brü­cke wur­de VR-Prä­si­dent Han­sPe­ter Zehn­der mit 50,3% wie­der in den Ver­wal­tungs­rat ge­wählt: Die Ja-Stim­men ha­ben das ab­so­lu­te Mehr um rund 220 000 Stim­men über­trof­fen. Zum Kurs vom Frei­tag wa­ren die­se Ti­tel ge­ra­de mal 0,65 Mio. Fr. wert. Fast eben­so knapp wur­den die Zu­wahl von Oli­ver Thum, dem Ge­schäfts­füh­rer der Gross­ak­tio­nä­rin S+B KG, und die Ab­wahl von Marc Fei­ler ab­ge­lehnt. Dem kurz vor der GV ge­stell­ten An­trag, Vla­di­mir Kuz­net- sov von Re­no­va in den VR zu wäh­len, wur­de eben­falls nicht zu­ge­stimmt. Im neu­en acht­köp­fi­gen Ver­wal­tungs­rat ( VR) sind die Grün­der­fa­mi­li­en nun mit drei Mit­glie­dern ver­tre­ten. Auch in der Fra­ge der Ka­pi­tal­er­hö­hung folg­ten die Ak­tio­nä­re dem Vor­schlag des VR.

Sämt­li­che Trak­tan­den wa­ren heiss um­kämpft, die Fron­ten wa­ren klar: die Düs- sel­dor­fer Gross­ak­tio­nä­rin S+B KG auf der ei­nen Sei­te und die Pu­bli­kums­ak­tio­nä­re auf der an­de­ren. Die KG war be­son­ders er­bost über die su­per­pro­vi­so­ri­sche Ver­fü­gung des Zürcher Han­dels­ge­richts, wo­nach sie nur mit 20,46 statt mit 40,46% stim­men durf­te, und sprach von Stimm­rechts­ent­eig­nung. Das Pu­bli­kum stör­te sich vor al­lem an dem Man­gel an Cor­po­ra­te Go­ver­nan­ce, der von der S+B KG – vor al­lem von Ex-VRP Micha­el Storm – in den letz­ten Jah­ren ge­zeigt wor­den war. Ge­gen Re­no­va und die KG herrsch­ten Miss­trau­en über ih­re wah­ren Mo­ti­ve und der Ver­dacht, sich kaum um die Pu­bli­kums­ak­tio­nä­re zu sche­ren.

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