Der tra­gi­sche Be­trugs­fall von 1984

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE - CP

Auf­re­gung, Skan­da­le und Be­trug: In der 50-jäh­ri­gen Ge­schich­te des Eu­ro­bon­d­Markts gab es spek­ta­ku­lä­re Vor­fäl­le des Ver­sa­gens von Ban­ken und ih­ren An­ge­stell­ten.

Im Som­mer 1984 mach­te ein Be­trugs­fall Schlag­zei­len. In­vol­viert war ein Händ­ler der UBS. Es ging um ei­nen Fall, der von ei­ni­gen Eu­ro­bond-Händ­lern ein­ge­fä­delt wur­de. Sie wa­ren dreist ge­nug, Bonds un­ter ih­rem Wert an selbst ge­grün­de­te Brief­kas­ten-Fir­men zu ver­kau­fen, nur um sie spä­ter zum (meist) bes­se­ren Markt­preis wei­ter­zu­ver­kau­fen. Aus die­sen Ma­chen­schaf­ten er­gab sich für UBS ein Ver­lust von rund 5 Mio. $, wie Zei­tun­gen be­rich­te­ten. In­vol­viert wa­ren auch ein Tra­der von Be­ar Stearns so­wie ei­ner der Bank Sung Hung Kai aus Hong­kong.

Der Fall war tra­gisch: Der Schwei­zer Chef­händ­ler der UBS in New York, Jürg Re­mund, ver­ant­wort­lich für den Be­trug, flog En­de Ju­ni 1984 nach Zü­rich in die Zen­tra­le, um die be­trü­ge­ri­schen Ak­ti­vi­tä­ten zu beich­ten, wie das «Wall Street Jour­nal» be­rich­te­te. Er nahm sich an­schlies­send das Le­ben.

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