Ro­che GS deut­lich fes­ter

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN SCHWEIZ - PHIL­IPP GOLL­MER

Die Schwei­zer Bör­se mach­te in der zwei­ten Wo­chen­hälf­te Bo­den gut. Am Frei­tag stopp­te die Auf­wärts­be­we­gung des Ak­ti­en­mark­tes, und das Ba­ro­me­ter ten­dier­te seit­wärts. Im Wo­chen­ver­gleich stieg der Swiss Mar­ket In­dex (SMI) 3,5% auf 7683,04.

Ein Gross­teil der Ge­win­ne geht auf Ro­che zu­rück. Die Ge­nuss­schei­ne des Phar­ma­kon­zerns leg­ten in der Be­richts­pe­ri­ode 6,9% zu. Von Di­ens­tag bis Don­ners­tag rück­ten sie über 10% vor und dis­tan­zier­ten sich deut­lich vom Mehr­mo­nat­s­tief am Mon­tag. We­gen Ge­winn­mit­nah­men ka­men sie am Frei­tag zu­rück. Am Mitt­woch gab Ro­che ei­ne Zu­sam­men­ar­beit mit dem bri­ti­schen Wett­be­wer­ber AstraZe­ne­ca be­kannt. Ge­mäss «Wall Street Jour­nal» wol­len die Un­ter­neh­men For­schungs­da­ten zu Me­di­ka­men­ten in frü­hen Ent­wick­lungs­sta­di­en aus­tau­schen und da­mit den Ent­wick­lungs­pro­zess be­schleu­ni­gen.

No­var­tis (+3,5% im Wo­chen­ver­gleich) ka­men deut­lich we­ni­ger vor­an. Et­was hin­ter dem Ge­samt­markt zu­rück blie­ben die Pa­pie­re des drit­ten SMI-Schwer­ge­wichts, Nest­lé (+2,1%).

Cla­ri­ant (+0,4%) no­tier­ten am Frei­tag im Mi­nus, trotz op­ti­mis­ti-

SMI mit Auf­wärts­ten­denz – Cla­ri­ant ver­lie­ren trotz Op­ti­mis­mus am In­ves­to­ren­tag – Ri­che­mont ge­fragt

schen Prä­sen­ta­tio­nen des Ma­nage­ments am In­ves­to­ren­tag. CEO Ha­riolf Kott­mann be­stä­tig­te das Ziel bis 2015, ei­ne Be­triebs­mar­ge (Ebitda) von über 17% und ei­ne Ren­di­te auf dem in­ves­tier­ten Ka­pi­tal über dem Bran­chen­schnitt zu er­rei­chen. Fi­nanz­chef Patrick Ja­ny stell­te in Aus­sicht, der Che­mie­kon­zern wer­de nach Ab­schluss der Neu­aus­rich­tung mit­tel- und lang­fris­tig nicht nur ei­ne re­gel­mäs­si­ge Di­vi­den­de be­zah­len, son­dern auch Ak­ti­en­rück­käu­fe und Son­der­aus­schüt­tun­gen wür­den ein The­ma (vgl. Sei­te 16).

In­di­en be­las­tet Hol­cim

Die Hol­cim- Ak­ti­en (+1,3%) blei­ben auf der Kauf­lis­te des Bro­kers Hel­vea. Der zu­stän­di­ge Ana­lyst hat die Schät­zung für den Ge­winn je Ak­tie für 2013 al­ler­dings um 7%, die­je­ni­ge für 2014 um 6,5% re­du­ziert. Be­grün­dung: Die Wäh- rung in In­di­en und in In­do­ne­si­en – zwei be­deu­ten­den Märk­ten für den Ze­ment­her­stel­ler – ha­be in we­ni­gen Wo­chen im Ver­gleich zum Fran­ken et­wa 10% ein­ge­büsst. Zu­dem be­las­te der frü­he und hef­ti­ge Be­ginn des Monsuns in In­di­en das Ge­schäft.

Im Ver­si­che­rungs­sek­tor fie­len Swiss Re auf, die 4,1% vor­rück­ten. Am In­ves­to­ren­tag von An­fang Wo­che er­klär­te der Rück­ver­si­che­rer, die der­zeit un­be­frie­di­gen­de Ren­di­te im Le­ben­ge­schäft bis En­de 2014 ver­dop­peln zu wol­len (vgl. FuW vom Mitt­woch).

Auf­wärts ging es in den Va­lo­ren des Zahn­im­plan­tat­her­stel­lers St­raumann (+2,8%). Der neue CEO Mar­co Ga­do­la kün­dig­te im Ge­spräch mit FuW wei­te­re Mass­nah­men auf der Kos­ten­sei­te an. Mehr­ein­nah­men sol­len Initia­ti­ven im Mas­sen­ge­schäft der All­ge­mein­zahn­ärz­te so­wie Ak­qui­si­tio­nen brin­gen. Ga­do­la be­zif­fert den Spiel­raum für Zu­käu­fe auf 300 Mio. Fr. (vgl. Sei­te 12).

Den Ak­ti­en der Lu­xus­gü­ter­kon­zer­ne Swatch Group (Inh. +5,2%) und Ri­che­mont (+5,2%) ka­men die be­ru­hi­gen­den Si­gna­le der chi­ne­si­schen Zen­tral­bank zu­gu­te. Die Furcht vor ei­ner Fi­nanz­kri­se in Chi­na hat­te ih­nen be­son­ders zu schaf­fen ge­macht.

Se­mes­ter­bi­lanz

Der Frei­tag war zugleich der letz­te Han­dels­tag des ers­ten Halb­jah­res 2013. Seit An­fang Ja­nu­ar ist der Schwei­zer Blue-Chip-In­dex 12,6% ge­klet­tert. Die bes­te Per­for­mance zeig­ten da­bei die Va­lo­ren von Ac­te­li­on (+30,7% seit Jah­res­be­ginn), ge­folgt von Ro­che (GS +27,7%) und Giv­au­dan (+26,6%). Schluss­licht im SMI bil­de­ten die Pa­pie­re von Hol­cim (–1,6%%). Auf den wei­te­ren Plät­zen fol­gen SGS (+0,1%), Zu­rich (+0,7%) und Syn­gen­ta (+0,8%), die sich nur knapp im grü­nen Be­reich hiel­ten.

Das Quar­tals­en­de hat auch Aus­wir­kun­gen auf die Kur­se an den Ak­ti­en­märk­ten. Die An­le­ger strei­chen Ge­win­ne ein oder kau­fen die Ti­tel der Bör­sen­fa­vo­ri­ten der letz­ten Wo­che. So kön­nen die Ak­ti­en­fonds ih­ren Kun­den ei­ne An­la­ge­lis­te prä­sen­tie­ren, in der al­le Top-Ti­tel auf­ge­führt sind.

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.