Fi­nanz­chefs de­mons­trie­ren Zu­ver­sicht

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Die Schwei­zer Fi­nanz­chefs bli­cken op­ti­mis­tisch in die nächs­ten zwölf Mo­na­te. 73% der Be­frag­ten ge­hen da­von aus, dass ihr Un­ter­neh­men in die­sem Zei­t­raum den Um­satz stei­gern wird. Erst­mals seit zwei Jah­ren liegt auch die Zahl der Fi­nanz­chefs, die bes­se­re Mar­gen er­war­ten, hö­her als je­ne, die mit ei­nem Rück­gang rech­nen (32% zu 30%). Das zeigt die jüngs­te Um­fra­ge des Be­ra­tungs­un­ter­neh­mens De­loit­te. Ins­ge­samt be­ur­tei­len 63% der 114 be­frag­ten Fi­nanz­ver­ant­wort­li­chen die Aussichten der Schwei­zer Kon­junk­tur als er­freu­lich. Vor drei Mo­na­ten wa­ren es erst 56%. Ei­ne deut­li­che Mehr­heit be­fürch­tet ne­ga­ti­ve Fol­gen auf die Stand­ort­at­trak­ti­vi­tät von ei­nem all­fäl­li­gen Ja zur 1:12-Initia­ti­ve und zur Min­dest­lohn­in­itia­ti­ve.

Ak­tu­ell ta­xie­ren 87% der Fi­nanz­chefs den Wirt­schafts­stand­ort Schweiz als at­trak­tiv (68) oder sehr at­trak­tiv (19). Für 93% der Be­frag­ten hät­te ein Ja zur 1:12-Vor­la­ge aber ne­ga­ti­ve Fol­gen für die Stand­ort­at­trak­ti­vi­tät. Von der Min­dest­lohn-Initia­ti­ve er­war­ten 85% un­an­ge­neh­me Aus­wir­kun­gen. In bei­den Fäl­len wur­den die Kon­se­quen­zen je­doch nicht spe­zi­fisch nach­ge­fragt. Die Wahr­schein­lich­keit für ein Ja zu den Vor­la­gen se­hen die Fi­nanz­chefs bei 36% (1:12) bzw. 39% (Min­dest­lohn).

Als Haupt­grund für die wach­sen­de kon­junk­tu­rel­le Zu­ver­sicht der Fi­nanz­chefs er­ach­tet De­loit­te-Chef­öko­nom Micha­el Grampp die «Be­ru­hi­gung des ex­ter­nen Um­felds». Auch der sta­bi­le Eu­ro­kurs ist von Be­deu­tung: «Mit ei­nem Eu­ro für 1.23 bis 1.25 Fr. ist die Si­tua­ti­on kom­for­ta­bel.» Als wei­te­rer Grund kommt für Grampp da­zu, «dass die Un­ter­neh­men die Re­zes­si­on 2008/09 als Weck­ruf ver­stan­den ha­ben und nach den kon­se­quen­ten Kos­ten­sen­kun­gen nun weit ro­bus­ter da­ste­hen als vor­her».

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