Rechts­kos­ten be­las­ten Deut­sche

Finanz und Wirtschaft - - FINANZ - CP

Rück­stel­lun­gen für Rechts­strei­tig­kei­ten in den USA so­wie ein deut­li­cher Rück­gang des Er­trags im Han­del von Fest­ver­zins­li­chen Pro­duk­ten ha­ben das Quar­tals­er­geb­nis der Deut­schen Bank ge­prägt. Ma­ge­re 18 Mio. € ver­dien­te die gröss­te Eu­ro­päi­sche In­vest­ment­bank im drit­ten Quar­tal vor Steu­ern, ein Jahr zu­vor wa­ren es 1,1 Mrd. € ge­we­sen.

Die neu­er­li­chen Rück­stel­lun­gen für Rechts­strei­tig­kei­ten von 1,2 Mrd. € ste­hen im Zu­sam­men­hang mit den Prak­ti­ken vor der Fi­nanz­kri­se im Markt für ver­brief­te Hy­po­the­kar­kre­di­te in den USA. Be­reits im vier­ten Quar­tal 2012 hat­te die Deut­sche Bank ei­ne gros­se Rück­stel­lung in die­sem Zu­sam­men­hang ge­macht; sie ist da­mit in gu­ter Ge­sell­schaft. Bei sämt­li­chen In­vest­ment­ban­ken stei­gen der­zeit die Kos­ten für die recht­li­che Be­wäl­ti­gung der Ver­gan­gen­heit.

Das Er­geb­nis wur­de aber eben­falls we­gen sin­ken­der Er­trä­ge im Han­del mit Fest­ver­zins­li­chen Wert­pa­pie­ren ge­schmä­lert. Die­ser be­deu­tends­te Teil des Ka­pi­tal­markt­ge­schäfts (CB&S) er­ziel­te ein ge­gen­über dem Vor­jahr um rund die Hälf­te ge­rin­ge­res Er­geb­nis. Auf neun Mo­na­te be­trach­tet liegt der Er­trag die­ser Ein­heit 24% un­ter dem der Vor­jah­res­pe­ri­ode. Von Ja­nu­ar bis Sep­tem­ber er­reich­te die Bank ei­ne Ei­gen­ka­pi­tal­ren­di­te nach Steu­ern von 4,9%. En­de Sep­tem­ber stand die Ei­gen­ka­pi­tal­quo­te (CET1) auf 9,7%.

Nach Äus­se­run­gen des Fi­nanz­chefs Ste­fan Krau­se sieht die Deut­sche Bank der Bi­l­anz­über­prü­fung der Eu­ro­päi­sche Zen­tral­bank ge­las­sen ent­ge­gen. Hin­ge­gen wer­de der an­schlies­sen­de Stress­test die Bank mehr be­schäf­ti­gen.

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