Rück­tritt nach Li­bor-Bus­se

Finanz und Wirtschaft - - FINANZ/INDUSTRIE - HTZ,

Die nie­der­län­di­sche Ra­bo­b­ank muss ei­ne Bus­se von 1 Mrd. $ be­zah­len, weil sie mass­geb­lich zu den Be­trü­ge­rei­en mit dem eu­ro­päi­schen Re­fe­renz­zins­satz Li­bor bei­ge­tra­gen hat. Nach Be­kannt­ga­be der Bus­se trat Vor­stands­vor­sit­zen­der Piet Mo­er­land zu­rück.

An den Ma­ni­pu­la­tio­nen des Li­borRe­fe­renz­zins­sat­zes wa­ren nach Er­kennt­nis­sen der nie­der­län­di­schen Zen­tral­bank DNB und der Ams­ter­da­mer Bör­sen­auf­sicht min­des­tens 27, mög­li­cher­wei­se so­gar 30 Mit­ar­bei­ter der Ra­bo­b­ank be­tei­ligt. «Die Ra­bo­b­ank hat für die Be­rech­nung des Li­bor fal­sche Da­ten an­ge­lie­fert und da­mit da­zu bei­ge­tra­gen, den Li­bor-Zins­satz zu ma­ni­pu­lie­ren», schreibt die DNB. Die Ma­ni­pu­la­tio­nen hät­ten von der in­ter­nen Ra­bo­b­ank-Re­vi­si­on ent­deckt wer­den müs­sen. «Man hat­te die ei­ge­ne Or­ga­ni­sa­ti­on nicht im Griff», so das har­te Ur­teil der Ams­ter­da­mer Zen­tral­ban­ker.

Der schei­den­de Ra­bo­b­ank-Chef Piet Mo­er­land kün­dig­te wäh­rend der Be­kannt­ga­be sei­nes Rück­tritts an, dass die Ra­bo­b­ank «har­te dis­zi­pli­na­ri­sche Mass­nah­men ge­gen ih­re be­trü­ge­ri­schen Mit­ar­bei­ter» ein­lei­ten wird. Die fi­nan­zi­el­le Sta­bi­li­tät der Ra­bo­b­ank sei auf­grund der ho­hen Buss­geld­zah­lung je­doch nicht in Ge­fahr, be­ton­te er.

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.