Schul­den­quo­te in Ita­li­en steigt

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE - TM

Fitch hat das BBB+ für Ita­li­en be­stä­tigt, den Aus­blick in­des auf ne­ga­tiv be­las­sen. Die Agen­tur sieht sub­stan­zi­el­le Fort­schrit­te in der Kon­so­li­die­rung des Staats­haus­halts. Rom ge­he für 2013 von ei­nem Pri­mär­über­schuss von 2,4% des Brut­to­in­land­pro­dukts (BIP) aus und von ei­nem struk­tu­rel­len De­fi­zit von 0,4%. Das Mit­tel­frist­ziel ei­nes aus­ge­gli­che­nen Haus­halts sei da­mit in Reich­wei­te.

Trotz­dem wird die Schul­den­quo­te im Ver­hält­nis zum BIP 2014 mit 133 statt 130% ein Höchst er­rei­chen, das nicht nur jen­seits des­sen liegt, was bis­her an­ge­nom­men wur­de, son­dern auch ein Jahr spä­ter an­fällt. Fitch geht trotz sin­ken­den Trends ab 2015 da­von aus, dass die Quo­te bis 2018 über 120% ver­harrt, was der Fis­kal­po­li­tik kaum Spiel­raum las­se, um auf mög­li­che kon­junk­tu­rel­le Schocks zu re­agie­ren. Die Re­zes­si­on, die im drit­ten Quar­tal 2011 ein­ge­setzt hat­te, dürf­te im lau­fen­den Se­mes­ter en­den. Doch sie hin­ter­lässt tie­fe Nar­ben. Das BIP kon­tra­hier­te in die­ser Pe­ri­ode 4% und liegt da­mit 8% un­ter dem Stand von 2007. Nach ei­ner letz­ten Schrump­fung von 1,8% im lau­fen­den Jahr er­war­tet Fitch ein an­ämi­sches Wachs­tum von 0,6% 2014 und 1% im Jahr dar­auf. Das sei ge­mes­sen an ver­gleich­bar ein­ge­stuf­ten Schuld­nern schwach.

Als An­ker des Ra­tings sieht Fitch u. a. Grös­se und Di­ver­si­fi­ka­ti­on der Wirt­schaft, das Ver­mö­gen der Pri­va­ten und ih­re re­la­tiv klei­ne Ver­schul­dung. Die Staats­fi­nan­zie­rung ha­be sich als fle­xi­bel und wi­der­stands­fä­hig er­wie­sen. Sie ver­dan­ke das der hei­mi­schen In­ves­to­ren­ba­sis und der ho­hen durch­schnitt­li­chen Du­ra­ti­on der Schul­den.

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