Am Gel­de hängt, zum Gel­de drängt

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN AUSLAND - HF

Ta­pe­ring kaum vor April – Un­ter­neh­mens­zah­len ma­chen Mut – Zum Bei­spiel Pfi­zer

nach Er­öff­nung, 0,4% hö­her als am Frei­tag. Der DJ In­dus­tri­al no­tier­te 15 627, per sal­do eben­falls 0,4% mehr als am Frei­tag. Die Grund­la­ge da­für lie­fer­ten bes­ser als er­war­tet aus­ge­fal­le­ne Quar­tals­ab­schlüs­se. Die meis­ten Un­ter­neh­men er­fül­len nach wie vor die Markt­er­war­tun­gen oder über­tref­fen sie so­gar – we­ni­ger beim Um­satz als beim Ge­winn, ein un­trüg­li­ches Zei­chen, dass Cor­po­ra­te Ame­ri­ca noch Ren­ta­bi­li­täts­re­ser­ven hat. Dar­auf las­sen auch die vie­len po­si­tiv ge­färb­ten Aus­bli­cke der Ma­nage­ments schlies­sen. USAk­ti­en, ob­schon fast wie­der auf Vor-Fi­nanz­kri­sen-Ni­veau, er­schei­nen fun­da­men­tal gut ab­ge­stützt.

Der­weil fehlt es der Wirt­schaft noch im­mer an Schwung. Der flaue Ar­beits­markt hemmt den Kon­sum, und Un­ter­neh­men hor­ten lie­ber Cash als dass sie um­fang­rei­che In­ves­ti­tio­nen vom Sta­pel las­sen. Un­ter den die­ser Ta­ge ver­öf­fent­lich­ten Kon­junk­tur­da­ten ha­ben nur die Ein­fa­mi­li­en­haus­prei­se im Au­gust die Pro­gno­sen über­trof­fen. Die De­tail­han­dels­um­sät­ze im Sep­tem­ber blie­ben mit –0,1% eben­so un­ter den Er­war­tun­gen wie das Kon­su­men­ten­ver­trau­en, das sich im Ok­to­ber auf 71,2 nach re­vi­diert 80,2 im Sep­tem­ber ein­ge­trübt hat.

Falls es wei­te­rer Hin­wei­se be­darf, dass die No­ten­bank bis auf wei­te­res nicht an den Ein­stieg zum Aus­stieg denkt – ei­ne CNBCUm­fra­ge un­ter Öko­no­men weist auf April 2014 als frü­hes­ten Ter­min hin –, lie­fern ihn die Pro­du­zen­ten­prei­se. Sie sind im Sep­tem­ber un­er­war­tet um 0,1% ge­sun­ken, von In­fla­ti­ons­ge­fahr al­so kei­ne Spur.

Auch ist nicht aus­ge­schlos­sen, dass der Bud­get­streit im De­zem­ber oder Ja­nu­ar er­neut es­ka­lie­ren wird. An­fang Jahr über­nimmt zu­mal Ja­net Yel­len die Re­gie im Fed und wird ih­rem Ruf als geld­po­li­ti­sche Tau­be nicht gleich un­treu wer­den.

Aus al­le dem schlies­sen In­ves­to­ren, dass ein ge­rin­ges Ri­si­ko für ei­nen bal­di­gen Kurs­wech­sel der Geld­hü­ter be­steht, und er­war­ten vom Fed-Mee­ting die­ser Wo­che ei­ne Be­stä­ti­gung da­für.

Ne­ga­ti­ver Aus­reis­ser wa­ren Merck (45.60 $, seit Frei­tag –2%). Dem Phar­ma­mul­ti macht die Ge­ne­ri­kakon­kur­renz für ehe­ma­li­ge Kassenschlager zu schaf­fen. Der Ge­winn ging im drit­ten Quar­tal deut­lich zu­rück. Auch Pfi­zer (31.28 $, +2,2%) lei­det un­ter Nach­ah­mer­pro­duk­ten, hat mit ei­nem Ge­winn pro Ak­tie vor Son­der­pos­ten von 0.58 $ (+16%) je­doch bes­ser ab­ge­schnit­ten als er­war­tet. Die Ak­tio­nä­re pro­fi­tie­ren 2013 zu­sätz­lich von ei­nem mil­li­ar­den­schwe­ren Ak­ti­en­rück­kauf. In Bio­gen (254.20 $, +0,8%) sorg­te ein ver­bes­ser­ter Aus­blick für Im­puls. Das Bio­tech-Un­ter­neh­men be­rich­te­te von ei­ner stark wach­sen­de Nach­fra­ge nach Me­di­ka­men­ten zur Be­hand­lung von Mul­ti­pler Sk­le­ro­se.

Bes­ser als an­ge­nom­men war der der Ab­schluss von Bur­ger-King (20.89 $, +5,7%). High­fly­er Tes­la Mo­tor (160.12 $, –5,0%) ga­ben trotz op­ti­mis­ti­scher Aus­sa­gen nach. Der US-Elek­tro­bau­er setzt voll auf Deutsch­land und will ab En­de 2014 rund 10 000 Fahr­zeu­ge jähr­lich ver­kau­fen. Durch­zo­gen war der mit Span­nung er­war­te­te Zah­len­kranz von App­le (525 $, per sal­do unv.,) vgl. Ar­ti­kel auf Sei­te 16 die­ser Aus­ga­be.

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.