Re­gu­lie­rung bleibt der Trei­ber für CS und UBS

Finanz und Wirtschaft - - FINANZ - RK

Die bei­den Schwei­zer Gross­ban­ken zäh­len sich zu den best­ka­pi­ta­li­sier­ten In­sti­tu­ten glo­bal. Doch auch Cre­dit Suis­se und UBS wer­den sich 2014 er­neut mit der Fra­ge nach der ad­äqua­ten Ka­pi­ta­li­sie­rung aus­ein­an­der­set­zen müs­sen. Be­son­ders die Le­ver­a­ge Ra­tio, al­so die Kenn­zahl für die Ka­pi­tal­aus­stat­tung ei­ner Bank, die das Ei­gen­ka­pi­tal ins Ver­hält­nis zur Bi­lanz­sum­me setzt, dürf­te die­ses Jahr wei­ter zu re­den ge­ben. Seit Län­ge­rem weist die Schwei­ze­ri­sche Na­tio­nal­bank (SNB) dar­auf hin, dass sie den He­bel, den die bei­den Gross­ban­ken an­set­zen, für zu gross er­ach­tet. Und Bun­des­rä­tin Eve­li­ne Wid­mer-Schlumpf hat­te im No­vem­ber die Fra­ge der Ka­pi­ta­li­sie­rung auf­ge­grif­fen und mit «lau­ten Nach­den­ken» über ei­ne Er­hö­hung der Le­ver­a­ge Ra­tio von 4,5% auf 6 bis 10% ei­nen Mi­ni-Crash der Ak­ti­en der zwei Gross­ban­ken aus­ge­löst.

Die seit 2012 gel­ten­den Too-big-to-failVor­ga­ben, mit de­nen der Staat sys­tem­re­le­van­te In­sti­tu­te ro­bus­ter ma­chen und gleich­zei­tig si­cher­stel­len will, dass sie im Fall ei­ner Kri­se oh­ne gros­sen Scha­den für die Volks­wirt­schaft ab­ge­wi­ckelt wer­den kön­nen, wer­den zwar erst 2015 ei­ner ver­tief­ten Eva­lu­ie­rung un­ter­zo­gen. Das The­ma je­doch ist lan­ciert, die Rich­tung scheint vor­ge­ge­ben. Mit Ent­schei­dun­gen ist 2014 al­ler­dings noch nicht zu rech­nen.

Un­ge­ach­tet des­sen wird der An­pas­sungs­pro­zess der Ban­ken an das re­gu­la­to­ri­sche Um­feld an­hal­ten. Vie­le Ge­schäfts­be­rei­che las­sen sich un­ter dem neu­en Re­gime nicht mehr loh­nend be­trei­ben – be­son­ders da­von be­tro en sind ka­pi­tal­in­ten­si­ve Be­rei­che der In­vest­ment­bank. So­wohl Cre­dit Suis­se als auch UBS ha­ben Au ang­ge­fäs­se ge­bil­det, in de­nen die Ak­ti- vi­tä­ten ge­bün­delt sind, die sie auf­ge­ben wol­len. Der Schrump­fungs­pro­zess wird 2014 an­hal­ten und hel­fen, die Ka­pi­tal­quo­te so­wohl bei Cre­dit Suis­se als auch bei UBS zu ver­bes­sern. Das soll­te zwar Spiel­raum für Di­vi­den­den erö nen. Doch Bus­sen­zah­lun­gen kön­nen nicht aus­ge­schlos­sen wer­den – bei der Cre­dit Suis­se bei­spiels­wei­se zur Lö­sung des US-Steu­er­streits, bei der UBS im Zu­sam­men­hang mit dem Deutsch­land­ge­schäft. So­lan­ge zu­dem die Re­gu­lie­rung im Fluss bleibt, lässt sich das Po­ten­zi­al für Aus­schüt­tun­gen an die Ak­tio­nä­re kaum ab­schät­zen.

Bei­spiels­wei­se war der UBS von der Fi­nanz­markt­auf­sicht (Fin­ma) im Ok­to­ber ein Zu­schlag für ope­ra­tio­nel­le Ri­si­ken auf­ge­drückt wor­den, der die Di­vi­den­den­ho nun­gen der Ak­tio­nä­re fürs Erste plat­zen lies­sen. Der Cre­dit Suis­se könn­te von re­gu­la­to­ri­scher Sei­te Ähn­li­ches dro­hen, wenn auch in ge­rin­ge­rem Aus­mass. Die Bank je­den­falls hält dar­an fest, die­sen Früh­ling ei­ne Bar­di­vi­den­de in «sub­stan­zi­el­lem Um­fang» aus­zah­len zu wol­len. Al­le Fi­nanz­da­ten zu CS und UBS im On­li­ne-Ak­ti­en­füh­rer:

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