Wei­te­re Kurs­sprün­ge nach oben nicht in Sicht

Finanz und Wirtschaft - - FINANZ - RK

Swiss­quo­te ist der gröss­te On­li­ne­bro­ker der Schweiz. Die Bank bie­tet Di­enst­leis­tun­gen rund um den elek­tro­ni­schen Han­del mit Wert­schrif­ten und Fremd­wäh­run­gen an. Aus­land­stand­or­te be­ste­hen in Mal­ta und Dubai. Den Haupt­teil des Er­trags er­wirt­schaf­tet Swiss­quo­te mit Ge­büh­ren und Kom­mis­sio­nen auf Trans­ak­tio­nen ih­rer über 200 000 Kun­den. Auf­grund des ope­ra­ti­ven He­bels wirkt sich die In­ten­si­tät der Han­dels­tä­tig­keit der Kun­den über­pro­por­tio­nal auf das Er­geb­nis aus. Ent­spre­chend stark schwankt der Ak­ti­en­kurs.

Aus­schlä­ge bis zu 50% in­ner­halb ei­nes Jah­res sind kei­ne Sel­ten­heit. Im ab­ge­lau­fe­nen Jahr er­reich­ten die Ti­tel mit 27 Fr. den tiefs­ten Wert seit fast zehn Jah­ren. Zum En­de des Jah­res mar­kier­ten sie mit 39.40 Fr. den Jah­res­höchst­stand und ei­ner Markt­ka­pi­ta­li­sie­rung von knapp 580 Mio. Fr. Aus­lö­ser der jüngs­ten Avan­ce war die Ak­qui­si­ti­on des Schwei­zer On­li­ne-De­vi­sen­händ­lers MIG Mit­te Sep­tem­ber. Die Ak­ti­en von Swiss­quo­te re­agie­ren näm­lich nicht nur stark auf Ve­rän­de­run­gen der Han­dels­ak­ti­vi­tät der Kun­den, die den Ge­schäfts­gang zwar mass­geb­lich prägt, sich aber im Jah­res­ver­lauf nicht we­sent­lich er­höht hat. Die Ti­tel sind über­dies auch Spiel­zeug für In­ves­to­ren, die auf Stra­te­gie­schü­be set­zen. Vie­le von ih­nen dürf­ten nach dem jüngs­ten Kurs­sprung von über 30% denn auch be­reits wie­der ver­kauft ha­ben.

Mit ei­nem ge­schätz­ten Kurs-Ge­winn-Ver­hält­nis für 2014 von 15 sind die Ti­tel im his­to­ri­schen Ver­gleich zwar noch im­mer eher güns­tig zu ha­ben. Die im Ver­gleich zu an­de­ren Ban­ken über­durch­schnitt­lich ho­he Be­wer­tung war je­doch lan­ge von Wachs­tums­er­war­tun­gen ge­tra­gen – be­son­ders die Ho nung auf ei­ne Ak­qui­si­ti­on, die auf­grund der Ska­lier­bar­keit des Ge­schäfts­mo­dells von Swiss­quo­te den Ge­winn über­pro­por­tio­nal stei­gern könn­te, hat den Ti­teln im­mer wie­der Schub ver­lie­hen. Die­ser Kauf ist nun rea­li­siert und CEO Marc Bür­ki ho t in der Tat, am­bi­tiö­se Sy­ner­gie­ge­win­ne zu rea­li­sie­ren, wie er im Interview mit «Fi­nanz und Wirt­schaft» aus­führt.

Swiss­quo­te bleibt zwar auch nach dem Zu­kauf mit ei­ner per En­de drit­tes Quar­tal aus­ge­wie­se­nen Kern­ka­pi­tal­quo­te von 17,9% kom­for­ta­bel ka­pi­ta­li­siert. Mit zu­sätz­li­chen, ex­ter­nen Wachs­tums­schü­ben ist der­zeit aber eben­so we­nig zu rech­nen wie mit wei­te­ren Kurs­sprün­gen. Be­vor Swiss­quo­te er­neut Kurs­fan­ta­sie we­cken mö­gen, müs­sen MIG zu­erst in­te­griert und die er­ho ten Sy­ner­giee ek­te aus dem Zu­kauf rea­li­siert wer­den, um die jüngs­te Be­wer­tungs­ex­pan­si­on erst zu recht­fer­ti­gen.

Swiss­quo­te N

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