Uh­ren­ti­tel er­ho­len sich leicht

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN SCHWEIZ - GABI WÜ­TH­RICH

Trotz ei­nes Tau­chers am Don­ners­tag kam die Schwei­zer Bör­se in der ers­ten vol­len Han­dels­wo­che des Jah­res vor­an: Der Swiss Mar­ket In­dex ge­winnt zur Vor­wo­che 1,1% auf 8365,1.

Ste­tig auf­wärts ging es in den Ak­ti­en der Gross­ban­ken UBS (+6,7% im Wo­chen­ver­gleich) und CS Group (+7%), die wei­ter von der gu­ten Stim­mung pro­fi­tier­ten. Der Le­bens­ver­si­che­rer Swiss Li­fe (Ak­ti­en +5,4%) baut die Di­ver­si­fi­ka­ti­ons­spar­te Ver­mö­gens­ver­wal­tung aus. Die zu­sam­men mit Viel & Cie ge­hal­te­ne fran­zö­si­sche Swiss Li­fe Ban­que Pri­vée, die 4 Mrd. € Kun­den­gel­der ver­wal­tet, über­nimmt die rest­li­chen An­tei­le des ein Ach­tel so gros­sen Ver­mö­gens­ver­wal­ters Pri­gest. Part­ners Group (–1,3%) hink­ten dem Ge­samt­markt hin­ter­her. Der Ver­mö­gens­ver­wal­ter hat nach Ablauf von Ver­kaufs­re­strik­tio­nen die zu die­sem Zweck ge­bil­de­te Ak­tio­närs­grup­pe auf­ge­löst. Die drei Grün­der­ak­tio­nä­re kön­nen wie­der frei über ih­ren Ka­pi­tal­an­teil von je 10% ver­fü­gen.

Kräf­tig auf­ge­holt ha­ben am Frei­tag die Ak­ti­en der Uh­ren­her­stel­ler: Weil Swatch Group (Inh., –4,1%) 2013 ei­nen Re­kord­um­satz mel­de­te, mach­ten die Ak­ti­en ei­nen Teil der Ver­lus­te der Vor­ta­ge wett.

Gross­bank­ak­ti­en kom­men wei­ter vor­an – UBS emp­fiehlt Ro­che und No­var­tis zum Kauf

Swatch-Chef Nick Hay­ek gibt sich auch für 2014 zu­ver­sicht­lich: «Der De­zem­ber und auch die ers­ten neun Ta­ge im Ja­nu­ar sind sehr gut ge­lau­fen», sag­te er im Ge­spräch mit FuW (vgl. Sei­te 12). Im Sog von Swatch er­hol­ten sich auch Ri­che­mont kräf­tig (–1,3%).

Auf­trä­ge stüt­zen

Dass Im­ple­nia (+3,5%) gleich zwei Auf­trä­ge er­gat­tert hat, kam un­ter den An­le­gern gut an (vgl. Sei­te 6). Burck­hardt Com­pres­si­on avan­cier­ten nach ei­nem Auf­trag aus Nord­ame­ri­ka 1,2%. Gu­rit (+9,3%) pro­fi­tier­ten der­weil von ei­nem po­si­ti­ven Kommentar der Hel­vea-Ana­lys­ten, wäh­rend Bos­sard vor Be­kannt­ga­be der Um­satz­zah­len am nächs­ten Di­ens­tag 9,3% stie­gen.

Nach­dem der VR-Präsident von OC Oer­li­kon (+5,5%), Tim Sum­mers, im Interview mit FuW be­stä­tigt hat­te, dass der Kon­zern die ei­ge­nen Pro­gno­sen für 2013 er­fül­len wird, ka­men die Ak­ti­en wei­ter vor­an (vgl. FuW vom Mitt­woch).

My­riad (+12,2%) pro­fi­tie­ren von der Lust auf Kurz­mit­tei­lun­gen in Latein­ame­ri­ka: Der Chat-Dienst des Soft­ware­her­stel­lers ha­be deut­lich mehr Nut­zer ver­zeich­net als Kon­kur­renz­an­ge­bo­te. Der Chi­pent­wick­ler U-Blox (+9,8%) er­hielt für das eCall-No­t­ruf­sys­tem ei­nen Gross­auf­trag aus Bra­si­li­en. Au­tos ver­stän­di­gen dank Tech­nik von U-Blox bei ei­nem Un­fall bald au­to­ma­tisch die Notrufzentralen und mel­den ih­ren Stand­ort.

Pu­bliGrou­pe klet­ter­ten 9,4%: Der Chef der Toch­ter Pu­b­li­ci­tas, Alain Brand­le, will spä­tes­tens im Ju­bi­lä­ums­jahr 2015 – Pu­b­li­ci­tas wird dann 125-jäh­rig – wie­der Ge­winn schrei­ben. Zu­dem be­kräf­tig­te er die Vi­si­on ei­nes au­to­ma­ti­sier­ten Markt­plat­zes (vgl. Sei­te 5).

Ro­che (GS, +1,7%) und No­var­tis (+2%) pro­fi­tier­ten da­von, dass die UBS das Re­se­arch zu den Phar­maBlue-Chips wie­der auf­ge­nom­men hat und nun bei­de zum Kauf emp­fiehlt. Zu­vor war Ro­che le­dig­lich mit «Neu­tral» ein­ge­stuft wor­den. No­var­tis wur­den zu­dem neu auf die «Key Call»-Lis­te ge­setzt. Ac­te­li­on (+4,4%) half die Nach­richt, dass das US-Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um nicht auf An­schul­di­gun­gen von Whist­leb­lo­wern im Zu­sam­men­hang mit der Ver­mark­tung des Block­bus­ters Tra­cleer ein­tritt. Ac­te­li­on leis­te­te kei­ne Zah­lun­gen an die Klä­ger, die ih­re Vor­wür­fe in­zwi­schen zu­rück­ge­zo­gen ha­ben.

Evol­va-Hoch hält an

Evol­va (+27,5%) setz­ten den Hö­hen­flug fort (vgl. FuW vom Mitt­woch): Die Phar­ma­ti­tel kön­nen künf­tig auch in den USA über Zer­ti­fi­ka­te durch den Fi­nanz­dienst­leis­ter BNY Mel­lon aus­ser­börs­lich ge­han­delt wer­den. Es wer­den kei­ne zu­sätz­li­chen Evol­va-Ak­ti­en aus­ge­ge­ben. Die Ak­ti­en des Phar­ma­gros­sis­ten und Apo­the­ken­be­trei­bers Ga­le­ni­ca (+3,6%) pro­fi­tier­ten da­von, dass ei­nem Kauf des Bran­chen­nach­barn Ce­le­sio durch McKes­son kaum mehr et­was im Weg steht (vgl. Sei­te 29). Es wird seit län­ge­rem spe­ku­liert, dass auch die Ga­le­ni­ca-Han­dels­ak­ti­vi­tä­ten den Be­sit­zer wech­seln könn­ten.

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