Bes­se­rung an der Pe­ri­phe­rie

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - T. RO­WE PRI­CE

Die US-Tre­a­su­ries ha­ben das Jahr dank stär­ke­rer Wirt­schafts­da­ten mit hö­he­ren Ren­di­ten er­öff­net. Rück­läu­fi­ge Öl­im­por­te führ­ten zu ei­ner deut­li­chen Ver­bes­se­rung der US-Han­dels­bi­lanz. Dies ver­an­lass­te zu Re­vi­sio­nen der Wachs­tums­er­war­tun­gen für das vier­te Quar­tal nach oben. Gu­te US-Ar­beits­markt­da­ten ver­lie­hen zu­sätz­li­chen Auf­trieb. Die Ren­di­ten der An­lei­hen eu­ro­päi­scher Kern­län­der be­weg­ten sich auf leicht hö­he­rem Ni­veau und schnit­ten bes­ser ab als je­ne der US-An­lei­hen. Die Spreads der Pe­ri­phe­rie­län­der­bonds ver­eng­ten sich. Die Eu­ro­päi­sche Zen­tral­bank EZB lässt die Geld­po­li­tik un­ver­än­dert und hält ih­re eher de­fen­si­ve Hal­tung bei.

Die Markt­be­din­gun­gen in der Pe­ri­phe­rie der Eu­ro­zo­ne ha­ben sich ver­bes­sert, was in der ers­ten An­lei­hen­auk­ti­on Ir­lands von ei­ner so­li­den Nach­fra­ge un­ter­stri­chen wur­de. Por­tu­gal hat von den bes­se­ren Fi­nan­zie­rungs­be­din­gun­gen pro­fi­tiert und mit der Aus­ga­be von Schuld­pa­pie­ren mit fünf­jäh­ri­ger Lauf­zeit eben­falls den Markt an­ge­zapft. Die Bank von En­g­land hat ih­ren Leit­zins un­ver­än­dert bei 0,5% be­las­sen.

In Asi­en war die erste in­fla­ti­ons­in­de­xier­te ja­pa­ni­sche Staats­an­lei­he (mit zehn­jäh­ri­ger Lauf­zeit) seit 2008 gut nach­ge­fragt. In­ves­to­ren rech­nen da­mit, dass die Ver­brauchs­steu­er, die im April in Kraft tritt, der In­fla­ti­on Auf­trieb ver­lei­hen wird. Chi­na ver­öf­fent­lich­te Da­ten zum Ver­brau­cher­preis­in­dex, der ge­gen­über Vor­jahr 2,5% zu­leg­te. Der An­stieg fiel auf­grund nied­ri­ge­rer Nah­rungs­mit­tel­prei­se tie­fer aus als er­war­tet. Die No­ten­ban­ken Ko­reas und In­do­ne­si­ens lies­sen die Leit­zin­sen un­ver­än­dert.

Die Spreads von Un­ter­neh­mens­an­lei­hen mit Kre­dit­qua­li­tät (In­vest­ment Gra­de) be­weg­ten sich in den USA und in Eu­ro­pa in ei­ner schma­len Band­brei­te. Die Ge­schäfts­be­le­bung am Pri­mär­markt traf auf ro­bus­te Nach­fra­ge. Neue An­ge­bo­te wer­den am Se­kun­där­markt gut ge­han­delt, ob­schon den In­ves­to­ren nur be­grenzt Zu­ge­ständ­nis­se bei den Kon­di­tio­nen ge­macht wer­den. Der Aus­ver­kauf bei US-Tre­a­su­ries trug da­zu bei, dass sich die Spreads von Schuld­pa­pie­ren auf­stre­ben­der Län­der in har­ten Wäh­run­gen aus­wei­te­ten. Er­mu­ti­gend ist, dass sich die Ab­flüs­se aus den Emer­ging-Mar­ket-Port­fo­li­os zu ver­lang­sa­men schei­nen.

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