Zins­an­stieg für lan­ge Hy­po­the­ken

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Ab fünf Jah­ren wird’s teu­rer. Die Sät­ze der Fes­t­hy­po­the­ken mit lan­gen Lauf­zei­ten ha­ben sich seit De­zem­ber je nach Kre­dit­ge­ber fünf bis zehn Ba­sis­punk­te (Bp) er­höht. Den mas­sivs­ten Auf­schlag voll­zog der Ver­si­che­rer Axa Win­ter­thur, der bis­her vor al­lem bei lang­lau­fen­den Hy­po­the­ken zu den güns­ti­gen An­bie­tern ge­hör­te. Sei­ne zehn­jäh­ri­ge Fes­t­hy­po­thek bis zu ei­nem Kre­dit­be­trag von 1 Mio. Fr. ver­teu­er­te sich 11 Bp auf 2,49%. Die Band­brei­te der pu­bli­zier­ten Richt­sät­ze für zehn Jah­re be­trägt 2,06% vom On­li­ne-An­bie­ter Ho­me­ga­te bis zu 2,75% der Hy­po­thekar­bank Lenz­burg.

Ei­ne aty­pi­sche Zins­fest­set­zung zei­gen die Lang­läu­fer der Raiff­ei­sen Grup­pe. Die­se san­ken im Schnitt 5 Bp. Raiff­ei­sen hat­te aber im Spät­herbst die Richt­sät­ze mas­siv hö­her an­ge­setzt als die Mit­be­wer­ber und ge­hört nach die­ser leich­ten Kor­rek­tur mit 2,75% für zehn Jah­re im­mer noch zu den teu­ren Hy­po­the­kar­ge­bern.

Die Di­ver­genz in der Zins­ent­wick­lung für kur­ze und lan­ge Fes­t­hy­po­the­ken wird sich ver­stär­ken. Am lan­gen En­de sor­gen US-Kon­junk­tur­da­ten und die Geld­po­li­tik des Fed für ten­den­zi­ell stei­gen­de Sät­ze. Eu­ro­päi­sche Schul­den­kri­se und nied­ri­ge In­fla­ti­ons­pro­gno­se da­ge­gen er­lau­ben der SNB, an ih­rer Tief­zins­po­li­tik fest­zu­hal­ten, was die Sät­ze der kur­zen Fes­t­hy­po­the­ken wei­ter­hin tief hält. Ge­ne­rell ist je­doch auf­grund re­gu­la­to­ri­scher Vor­schrif­ten über die nächs­ten zwölf Mo­na­te mit stei­gen­den Hy­po­the­kar­zin­sen zu rech­nen. So könn­ten die Ei­gen­mit­tel­vor­schrif­ten der Ban­ken wei­ter ver­schärft wer­den. Die über al­le Lauf­zei­ten im­mer noch his­to­risch tie­fen Zin­sen kön­nen je­doch mit For­war­dHy­po­the­ken an­ge­bun­den wer­den.

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