LVMH

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE - DIEM CLI­ENT PART­NER

«Nach ver­schlech­ter­ten Per­spek­ti­ven sind Lu­xus­gü­ter­ak­ti­en un­ter Druck ge­ra­ten. Ei­ne ge­rin­ge­re Nach­fra­ge aus Chi­na und ein schwa­ches US-Wachs­tum wür­den Ver­kaufs­zah­len und Mar­gen schrump­fen las­sen. Wir mei­nen, dass LVMH zu stark ab­ge­straft wor­den sind. Der mit Ab­stand gröss­te An­bie­ter pro­fi­tiert von sei­ner glo­ba­len Di­ver­si­fi­ka­ti­on. Un­ter der Ägi­de von Ber­nard Ar­nault be­wies der Kon­zern stets sei­ne Fä­hig­keit, an­ge­schla­ge­ne Mar­ken auf­zu­kau­fen und zu in­te­grie­ren. U. a. dank nied­ri­ger Ver­schul­dung dürf­te dies auch in Zu­kunft der Fall sein. Die Di­vi­den­de ist at­trak­tiv, die Ti­tel sind im Sek­to­ren­ver­gleich bil­lig – ei­ne op­ti­ma­le Ein­stiegs­mög­lich­keit.» Wir pfle­gen ein­zel­ne Ide­en und ar­bei­ten nach der Bot­tom-up-Me­tho­de. Der ho­he An­teil fran­zö­si­scher Ge­sell­schaf­ten im Fonds liegt nicht an der fran­zö­si­schen Wirt­schafts­po­li­tik, son­dern an den vie­len Un­ter­neh­men, die un­se­re Kri­te­ri­en er­fül­len. Meist han­delt es sich um in­ter­na­tio­na­le Welt­markt­füh­rer. In ei­nem so kon­zen­trier­ten Port­fo­lio wie dem un­se­ren braucht es nur we­nig, um auf ei­nen über­pro­por­tio­nal ho­hen An­teil zu kom­men. Ob wir da­mit über oder un­ter ei­ner Bench­mark lie­gen, küm­mert uns ehr­lich ge­sagt we­nig. So ha­ben wir noch nie ei­ne Bank­ak­tie ge­kauft. Wir in­ves­tie­ren un­gern in Wer­te mit Markt­ka­pi­ta­li­sie­rung un­ter 1 Mrd. €. Wir wür­den nie in ein Un­ter­neh­men in­ves­tie­ren, von dem wir das Ma­nage­ment nicht ken­nen. Wir spre­chen auch mit Wett­be­wer­bern, Zu­lie­fe­rern und Bran­chen­ex­per­ten, um zu ver­su­chen, neue Ge­fah­ren oder Mög­lich­kei­ten zu er­ken­nen. Trans­pa­renz ist uns Nein, wir ha­ben nie al­lein des­we­gen in ein Un­ter­neh­men in­ves­tiert. Ei­ne L’Oréal ist in den Schwel­len­län­dern 2013 fast gleich viel ge­wach­sen wie 2012, ist al­so nicht von zy­kli­schen Wachs­tums­im­pul­sen ab­hän­gig. Es ist enorm schwie­rig, kor­rek­te Kon­junk­tur­pro­gno­sen zu er­stel­len. Für uns sind die Ab­satz­chan­cen ent­schei­dend. Un­ser Mus­ter­kna­be ist Lindt, die in den USA stark wächst, weil Lu­xus­scho­ko­la­de dort noch ei­ne sehr klei­ne Ni­sche ist – so­zu­sa­gen ein Schwel­len­markt.

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.