Spe­ku­la­tio­nen auf hö­he­ren Goldpreis

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - COM­MERZ­BANK

Gold konn­te zum Wo­chen­auf­takt auf über 1250 $ je Fein­un­ze und da­mit den höchs­ten Stand seit mehr als vier Wo­chen stei­gen. Aus­lö­ser war ein auf den ers­ten Blick ent­täu­schen­der US-Ar­beits­markt­be­richt. Der dar­auf­hin schwä­che­re Dol­lar und fal­len­de US-An­lei­hen­ren­di­ten ga­ben Gold Auf­trieb. In der US-Wirt­schaft wur­den im De­zem­ber we­gen des aus­ser­ge­wöhn­lich schlech­ten Wet­ters nur 74 000 neue Stel­len ge­schaf­fen, den­noch sank die Ar­beits­lo­sen­quo­te spür­bar auf 6,7%. Die US-No­ten­bank Fed dürf­te da­her an der nächs­ten Sit­zung En­de Ja­nu­ar die mo­nat­li­chen An­lei­hen­käu­fe wohl um wei­te­re 10 Mrd. $ ver­rin­gern. Der jüngs­te An­stieg des Gold­prei­ses dürf­te teil­wei­se auch spe­ku­la­tiv ge­trie­ben sein, denn spe­ku­la­ti­ve Fi­nanz­in­ves­to­ren hat­ten schon in der Wo­che zum 7. Ja­nu­ar ih­re Net­to-Long-Po­si­tio­nen bei Gold die zwei­te Wo­che in Fol­ge aus­ge­baut. Die Ver­käu­fe bei den Gold-ETF hiel­ten da­ge­gen bis zu­letzt an. Die Be­stän­de der von Bloom­berg er­fass­ten ETF ver­rin­ger­ten sich in den ers­ten sie­ben Han­dels­ta­gen um mehr als 16 Ton­nen. Der fort- ge­setz­te ETF-Ab­fluss dürf­te ei­nem wei­te­ren An­stieg des Gold­prei­ses ent­ge­gen­ste­hen. Rü­cken­wind könn­te der Goldpreis da­ge­gen dem­nächst durch ei­ne hö­he­re Nach­fra­ge aus In­di­en er­hal­ten: Dort er­wägt die Re­gie­rung of­fen­bar, die Re­strik­tio­nen bei Gold­im­por­ten zu lo­ckern. Dies könn­te laut ei­nem Re­gie­rungs­ver­tre­ter im neu­en Fis­kal­jahr ge­sche­hen, das am 1. April be­ginnt. Vor­aus­set­zung hier­für sei ei­ne Ver­bes­se­rung des Leis­tungs­bi­lanz­de­fi­zits.

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