Hör­ge­rä­te«Da­vid» So­ne­tik zielt auf So­no­va

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Der klei­ne Schwei­zer Hör­ge­rä­te­an­bie­ter So­ne­tik ver­folgt in den USA ehr­gei­zi­ge Wachs­tums­plä­ne. Bis 2018 will die Ge­sell­schaft, die sich ger­ne als Da­vid im Kampf mit Bran­chen­grös­sen wie So­no­va sieht, 150 000 bis 180 000 Hör­ge­rä­te pro Jahr ver­kau­fen. Ge­mes­sen an ei­nem dann auf rund 2 Mio. Ein­hei­ten ge­schätz­ten Pri­vat­markt (oh­ne staat­li­che Ge­sund­heits­pro­gram­me) wür­de das ei­nem An­teil von 7,5 bis 9% ent­spre­chen.

In der Schweiz er­reicht So­ne­tik in­zwi­schen ei­nen Markt­an­teil von rund 10% auf Stück­zahl­ba­sis. Das Un­ter­neh­men, das seit 2008 am Markt ist, ver­kauft hier­zu­lan­de 6000 bis 7000 Hör­ge­rä­te pro Jahr, die von Dritt­fir­men un­ter dem Mar­ken­na­men So­ne­tik ge­fer­tigt wer­den.

An­ders als in der Schweiz, wo So­ne­tik rund 240 Apo­the­ken als Ab­satz­ka­nal nutzt, sol­len in den USA All­ge­mein­me­di­zi­ner als Ver­käu­fer ope­rie­ren. Sie er­hal­ten 250 $ pro ver­kauf­tes Hör­ge­rät, das die Pa­ti­en­ten ins­ge­samt 750 $ kos­tet. An die Ärz­te aus­ge­lie­fert wer­den die Ge­rä­te durch den Phar­ma­gros­sis­ten McKes­son. Mit­ar­bei­ter des Han­dels­rie­sen, der kon­zern­weit ei­nen Um­satz von rund 122 Mrd. $ er­zielt, sol­len zu­dem Ge­währ bie­ten, dass die im Markt noch un­be­kann­ten So­ne­tik-Ver­tre­ter ih­rer­seits mit ame­ri­ka­ni­schen All­ge­mein­prak­ti­kern in Kon­takt tre­ten kön­nen.

Da Hör­ge­schä­dig­te er­fah­rungs­ge­mäss als Ers­tes beim Haus­arzt Hil­fe su­chen, ist die Ge­schäfts­idee von So­ne­tik be­ste­chend. Doch ist of­fen, ob sich die bis 2019 ge­plan­ten In­ves­ti­tio­nen in nied­ri­ger zwei­stel­li­ger Mil­lio­nen­hö­he aus­zah­len. Kon­kur­ren­ten wie So­no­va, die bis­her aus Rück­sicht auf ih­re tra­di­tio­nel­len Ver­triebs­part­ner im Fach­han­del (Hör­ge­rä­teakus­ti­ker) Ärz­te in den USA nicht di­rekt be­lie­fert ha­ben, könn­ten ver­sucht sein, das Mo­dell zu ko­pie­ren. Auf An­fra­ge von FuW woll­te So­no­va die Ver­triebs­stra­te­gie nicht kom­men­tie­ren. Auch zur Fra­ge, ob So­no­va an ei­ner Über­nah­me der Ge­sell­schaft in­ter­es­siert sei, äus­ser­te sich der Spre­cher nicht. So­ne­tik be­fin­det sich im Be­sitz von CEO Chris­ti­an Strom­sted, dem Wag­nis­ka­pi­talarm von BB Bio­tech so­wie neu von Ae­ris Ca­pi­tal, ei­nem In­ves­ti­ti­ons­ge­fäss des SAP-Mit­grün­ders Klaus Tschi­ra.

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