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Finanz und Wirtschaft - - DERIVATE - MG

reich­ba­ren Roh­stof­fe be­reits ge­för­dert wor­den sind. Das gilt vor al­lem für In­dus­trie­me­tal­le. Für Energie, et­wa Öl, ist es ein we­nig an­ders. Dort ha­ben wir den Boom in der Schie­fe­röl­för­de­rung. Doch auch dort be­tra­gen die För­der­kos­ten für ein Fass Öl 80 $. Wenn der Öl­preis dar­un­ter fal­len wür­de, wür­den ge­wis­se Pro­du­zen­ten die Förderung ein­stel­len. Die Kom­bi­na­ti­on von kräf­ti­ger Nach­fra­ge und stei­gen­den Pro­duk­ti­ons­kos­ten beim An­ge­bot führt da­zu, dass die Prei­se für Roh­stof­fe an­zie­hen müs­sen. Schon im lau­fen­den Jahr wer­den wir für ei­ne An­zahl von Roh­stof­fen stei­gen­de Prei­se be­ob­ach­ten kön­nen. Der An­stieg wird aber noch nicht be­son­ders kräf­tig sein. Man­che Roh­stof­fe ha­ben in der jün­ge­ren Ver­gan­gen­heit scharf nach un­ten kor­ri­giert. Das war über­trie­ben. Ich den­ke, 2014 wird ein Jahr der Nor­ma­li­sie­rung wer­den. Die Prei­se wer­den von den ver­gan­ge­nen Tiefs zu­rück­kom­men, aber noch deut­lich un­ter den Höchst blei­ben. Ni­cho­las Brooks ist Lei­ter Re­se­arch und In­vest­ment­stra­te­gie bei ETF Se­cu­ri­ties in Lon­don, ei­nem füh­ren­den An­bie­ter von ko­tier­ten An­la­ge­pro­duk­ten. Zu­vor ar­bei­te­te er als Stra­te­ge bei Hen­der­son Glo­bal In­ves­tors und als Se­ni­or Eco­no­mist bei der Deut­schen Bank. Brooks be­sitzt ei­nen Ba­che­lor of Arts der Brown Uni­ver­si­ty, ei­nen Mas­ter of Arts der Co­lum­bia Uni­ver­si­ty und ei­nen Mas­ter of Sci­ence in Eco­no­mics der Uni­ver­si­ty of Lon­don. Er hat ei­ne Dok­tor­ar­beit über fi­nan­zi­el­le Fra­gi­li­tät und die Dy­na­mi­ken der Fi­nanz­kri­se ver­fasst. tin grös­ser ist als für je­des an­de­re Me­tall. Wenn es kei­ne aus­rei­chen­de An­ge­bots­men­ge gibt, soll­te der Preis stei­gen. Denn das wür­de ei­ne zu­sätz­li­che Pro­duk­ti­on aus­lö­sen, mit der die Nach­fra­ge ge­deckt wer­den könn­te. Die Pla­t­in­för­de­rung ist zu 80% in Süd­afri­ka kon­zen­triert. Je­der Ar­beits­kon­flikt dort, je­der Strom­aus­fall wird den Preis stei­gen las­sen. Pal­la­di­um wird aus­ser in Süd­afri­ka auch noch in Russ­land ge­för­dert. Trotz­dem se­hen wir

«Die Roh­stoff­no­tie­run­gen wer­den von den Tiefs zu­rück­kom­men, aber un­ter den Höchst blei­ben.»

auch bei die­sem Me­tall ei­ne An­ge­bots­lü­cke vor­aus. Be­din­gung bei bei­den Me­tal­len ist aber, dass sich die Welt­wirt­schaft wei­ter er­holt. Dann wird auch die Au­to­pro­duk­ti­on stei­gen, die für ei­nen Gross­teil der Nach­fra­ge nach Pla­tin und Pal­la­di­um ver­ant­wort­lich ist.

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