GE pro­fi­tiert vom Ener­gie­ge­schäft

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN AUSLAND - CG

UPS warnt vor tie­fe­rem Ge­winn – In­tel sieht Bes­se­rung im PC-Markt – Tra­ding bremst Gross­ban­ken

Am Frei­tag­mor­gen ten­dier­te der S&P 500 leicht im Mi­nus, nach­dem er am Don­ners­tag fast un­ver­än­dert auf 1845,89 ge­le­gen und tags da­vor mit 1850.84 auf Re­kord ge­schlos­sen hat­te. Ge­mes­sen am Stand vor ei­ner Wo­che no­tier­te er 0,4% im Plus. Mehr Be­we­gung gab es im IT-Sek­tor. Der Nas­daq Com­po­si­te mach­te im Be­richts­zeit­raum 1,5% auf 4218,69 gut und mar­kier­te da­mit den höchs­ten Stand seit drei­zehn Jah­ren.

Zu Wo­chen­schluss stand der Quar­tals­be­richt von Ge­ne­ral Electric (27.20 $ am Don­ners­tag, un­ver­än­dert seit Don­ners­tag der Vor­wo­che) im Zen­trum. Das Kon­glo­me­rat, das je­weils ei­nen gu­ten Hin­weis für den ge­sam­ten In­dus­trie­sek­tor lie­fert, stei­ger­te den Ge­winn im Schluss­quar­tal ver­g­li­chen zur Vor­jah­res­pe­ri­ode fast 5% auf 4,2 Mrd. $. Der Um­satz nahm 3,1% auf 40,4 Mrd. $ zu. Gut lief es in den Be­rei­chen Energie und Luft­fahrt. Zu­dem zeig­ten Spar­mass­nah­men Wir­kung. In­ves­to­ren re­agier­ten je­doch et­was ver­schnupft. Die Ak­ti­en ga­ben am Frei­tag im frü­hen Han­del 2,5% nach.

Mit ei­ner un­er­freu­li­chen Über­ra­schung war­te­te UPS (100.49 $, –1,6%) auf. Der Lo­gis­ti­k­rie­se warnt, dass sich der Ge­winn im vier­ten Quar­tal le­dig­lich auf 1.25 $ pro Ak­tie be­lau­fen wer­de. Ana­lys­ten hat­ten mit 1.43 $ ge­rech­net. UPS macht für die ent­täu­schen­de Ent­wick­lung ei­nen un­er­war­tet ho­hen Zu­wachs von Pa­ket­lie­fe­run­gen im In­ter­net­shop­ping ver­ant­wort­lich. Kurz vor den Fest­ta­gen muss­ten zu­sätz­li­che Tem­po­r­är­mit­ar­bei­ter an­ge­stellt wer­den, und Lie­fer­ter­mi­ne zu Weih­nach­ten wur­den ver­passt. UPS er­öff­ne­ten am Frei­tag fast 3% tie­fer.

In­tel (26.54$, +4,9%) mach­ten den Auf­takt zu den Ab­schlüs­sen aus dem IT-Sek­tor. Der Chi­prie­se sieht ei­ne ge­wis­se Ent­span­nung im PC-Markt, der zu­letzt er­heb­lich un­ter Druck ge­ra­ten war. Auch über­traf die Brut­to­mar­ge mit 62% die Kon­zern­pro­gno­se um ei­nen Pro­zent­punkt. Auf der an­de­ren Sei­te re­gis­triert In­tel ei­ne schwä- che­re Nach­fra­ge im Be­reich Gross­rech­ner und stellt für das lau­fen­de Jahr le­dig­lich ei­nen sta­gnie­ren­den Um­satz in Aus­sicht.

Ge­mischt fie­len die Ab­schlüs­se der Gross­ban­ken aus. Bank of Ame­ri­ca (17.08 $, +1,5%) macht Fort­schrit­te bei Kos­ten­ein­spa­run­gen und ver­zeich­ne­te im vier­ten Quar­tal ei­nen be­acht­li­chen Ge­winn­sprung. We­ni­ger gut auf­ge­nom­men wur­den hin­ge­gen die Zah­len von Ci­ti­group (52.60 $, –4,7%) und Gold­man Sachs (175.17 $, –1,3%).

Ci­ti­group hat sich zwar ge­stei­gert, wur­de aber den Ana­lys­ten­er­war­tun­gen nicht ge­recht. Da­bei wa­ren die Schät­zun­gen be­reits im Vor­feld deut­lich nach un­ten re­vi­diert wor­den. Wie im Fall der Kon­kur­ren­ten J. P. Mor­gan Cha­se (58.99 $, +0,4%) und Wells Far­go (46.39 $, +0,5%) ver­zeich­net Ci­ti­group ei­ne Ab­küh­lung im Hy­po­the­kar­ge­schäft. Zu­dem lief es im Han­del mit An­lei­hen har­zig, was vor al­lem auch Gold­man Sachs zu schaf­fen mach­te. Mor­gan St­an­ley (32 $, +1,4%) mel­de­te des­halb eben­falls ei­nen ge­rin­ge­ren Ge­winn. Dank gu­ter Er­geb­nis­se in der Ver­mö­gens­ver­wal­tung über­traf das Wall­s­treet­haus je­doch die Pro­gno­sen, wo­für es an der Bör­se Ap­plaus gab.

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.