Häu­ser­boom oh­ne En­de

Finanz und Wirtschaft - - VORDERSEITE -

Die Im­mo­bi­li­en­prei­se in den USA und der Schweiz stei­gen seit ei­ni­gen Jah­ren stär­ker als das ver­füg­ba­re Haus­halts­ein­kom­men. In der Schweiz wird die­se Ent­wick­lung auch im lau­fen­den Jahr an­hal­ten, schreibt die UBS in ih­rem ak­tu­el­len Im­mo­bi­li­en­aus­blick, al­ler­dings wird das Preis­wachs­tum et­was ab­neh­men. Setz­ten sich die Preis­stei­ge­run­gen fort, wer­de lang­fris­tig ein enor­mes Ge­fah­ren­po­ten­zi­al auf­ge­baut, warnt sie. Der Glau­be an un­end­lich stei­gen­de Prei­se hat­te in den USA zum Plat­zen der Im­mo­bi­li­en­bla­se ge­führt. Der Markt er­holt sich nur lang­sam von den Fol­gen der Über­trei­bun­gen. Die glo­ba­len Ak­ti­en­märk­te stei­gen un­auf­hör­lich. Ge­trie­ben von ver­bes­ser­ten Kon­junk­tur­aus­sich­ten und bil­li­gem Geld, nä­hert sich der MSCI-Welt­in­dex neu­en All­zeit­höchst. Seit der letz­ten Kor­rek­tur von min­des­tens 10% sind in­zwi­schen über 400 Han­dels­ta­ge ver­gan­gen.

Die­ser fast gren­zen­los an­mu­ten­de Op­ti­mis­mus und In­ves­ti­ti­ons­ei­fer der An­le­ger birgt Ri­si­ken: Be­deu­ten­de Märk­te wie die USA und Deutsch­land sind – vor al­lem in ei­ni­gen spe­zi­fi­schen Sek­to­ren – nicht mehr weit von ei­nem über­kauf­ten Ni­veau ent­fernt. We­ni­ger dra­ma­tisch prä­sen­tiert sich die Si­tua­ti­on der­weil in Emer­ging Mar­kets, die nach ih­rer schwa­chen Per­for­mance 2013 viel­fach un­ter dem län­ger­fris­ti­gen Kurs­mit­tel no­tie­ren.

Am an­de­ren En­de der Ska­la fir­mie­ren Län­der wie die Tür­kei, In­do­ne­si­en oder Bra­si­li­en, de­ren Märk­te 2013 tief in über­ver­kauf­tes Ter­rain ge­rutscht sind. Nicht über­all scheint die­ser Pes­si­mis­mus ge­recht­fer­tigt – und er­laubt Con­tra­ri­ans, auf ei­ne Er­ho­lung zu set­zen.

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