Ko­max dämmt die Ver­lust­quel­len ein

Finanz und Wirtschaft - - INDUSTRIE - AS

Die Kurs­gra­fik ist be­ein­dru­ckend. In­ner­halb von vier­zehn Mo­na­ten ha­ben die Ko­max-Ak­ti­en ei­nen rie­si­gen Rück­stand auf den Ge­samt­markt auf­ge­holt. Ers­te In­for­ma­tio­nen zu 2013 be­stä­ti­gen, dass sich der Ge­schäfts­gang im ver­gan­ge­nen Jahr in der Tat be­trächt­lich ver­bes­sert hat. Und die Auf­trags­la­ge deu­tet dar­auf hin, dass 2014 ei­ne wei­te­re Stei­ge­rung drin­liegt.

Der Um­satz des In­ner­schwei­zer Un­ter­neh­mens wei­te­te sich 18% auf 340 Mio. Fr. aus, just auf das Ni­veau von 2010. Die Be­stel­lun­gen der Kun­den nah­men 28% auf 368 Mio. Fr. zu. Das Ver­hält­nis Auf­trä­ge zu Um­satz bleibt mit 1,08 kom­for­ta­bel, per Jah­res­mit­te lag es al­ler­dings noch hö­her.

Kern­spar­te «aus­ge­zeich­net»

Im Ge­schäft der Ka­bel­be­ar­bei­tungs­ma­schi­nen ( Wire), in dem Ko­max als Markt­füh­rer ei­nen An­teil von 40% für sich be­an­sprucht, lief es ge­mäss Un­ter­neh­mens­an­ga­ben «aus­ge­zeich­net». Der Be­stel­lungs­ein­gang stieg 16% auf 269 Mio. Fr. Be­rei­nigt um Über­nah­men re­sul­tier­ten 7,6%. Der Be­reich pro­fi­tier­te von der gu­ten Ver­fas­sung der Au­to­mo­bil­in­dus­trie, der mit Ab­stand be­deu­tends­ten Ab­neh­me­rin der Ko­max-Pro­duk­te.

Der An­teil der Gross­kun­den hat zu­ge­nom­men. Zu­dem wur­de der Ent­wick­lungs- und Mar­ke­ting­auf­wand aus­ge­dehnt. Drit­tens sind die Neu­ak­qui­si­tio­nen we­ni­ger ren­ta­bel als Wire. Als Fol­ge wur­de die Be­triebs­mar­ge von 23% des Vor­jah­res kaum er­reicht.

In der Spar­te Med­tech nor­ma­li­sier­te sich der Ge­schäfts­gang. Grös­se­re Pro­jek­te, die die Kun­den 2012 auf­ge­scho­ben hat­ten, wer­den nun rea­li­siert. Die Be­stel­lun­gen nah­men 57% auf 75 Mio. Fr. zu. Mehr Pro­jek­te mit Wie­der­ho­lungs­cha­rak­ter soll­ten künf­tig zu ei­nem we­ni­ger er­ra­ti­schen Um­satz­ver­lauf füh­ren. Nach ei­nem Be­triebs­ver­lust im Vor­jahr hat die Spar­te ope­ra­tiv ver­mut­lich mit in den schwar­zen Zah­len ab­ge­schlos­sen.

War­ten auf den So­lar-Ver­kauf

Im So­lar-Ge­schäft zeigt sich ei­ne sach­te Mor­gen­rö­te. Die Kun­den or­der­ten Ko­ma­xMa­schi­nen zur Her­stel­lung von Son­nen­en­er­gie­pa­nels im Wert von 24,4 (9) Mio. Fr. Die Spar­te kam aber noch nicht aus den ro­ten Zah­len her­aus, ob­gleich sich der Be­triebs­ver­lust (im Vor­jahr 21,2 Mio. Fr.) mehr als hal­biert ha­ben dürf­te.

Im Markt der Mo­dul­pro­du­zen­ten be­ste­hen nach wie vor grosse Über­ka­pa­zi­tä­ten. Seit Au­gust ist de­fi­ni­tiv be­kannt, dass das Un­ter­neh­men die Spar­te ver­äus­sern will. Hand­fes­te Neu­ig­kei­ten da­zu gibt es nicht. Der Pro­zess sei ein­ge­lei­tet wor­den (wie könn­te es denn an­ders sein) und ver­lau­fe im Rah­men der Er­war­tun­gen.

Die de­tail­lier­ten Jah­res­er­geb­nis­se der Grup­pe wer­den am 26. März pu­bli­ziert. Ver­mut­lich wer­den die Ko­max-Ak­ti­en bis dann um den Wert von 150 Fr. pen­deln – es sei denn, der Ver­kauf der So­lar­spar­te wür­de vor­her Tat­sa­che und ei­ne Neu­be­ur­tei­lung not­wen­dig.

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