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Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE - FH

Sie sind ein­fach zu be­rech­nen – und leis­ten erst noch gu­te Di­ens­te: Glei­ten­de Durch­schnit­te las­sen ei­ne ra­sche Ein­schät­zung vor­herr­schen­der Ak­ti­en­markt­trends zu. Grund­sätz­lich wird da­bei das Kurs­mit­tel ei­ner Ak­tie oder ei­nes In­dex über ei­ne be­stimm­te Zeit­pe­ri­ode be­rech­net – bei­spiels­wei­se über die ver­gan­ge­nen 200, 100 oder 50 Ta­ge. Durch die Glät­tung kurz­fris­ti­ger Aus­schlä­ge wer­den Kur­strends leich­ter er­kenn­bar. Auch las­sen die glei­ten­den Durch­schnit­te Rück­schlüs­se auf das Mo­men­tum zu und gel­ten als wich­ti­ge Un­ter­stüt­zungs- oder Wi­der­stands­ni­veaus.

Glei­ten­de Durch­schnit­te kön­nen aber auch auf ei­ne über­kauf­te re­spek­ti­ve über­ver­kauf­te Si­tua­ti­on hin­wei­sen. Da­bei wird der pro­zen­tua­le Ab­stand zur ak­tu­el­len No­tie­rung be­trach­tet: Hat sich der Kurs stark vom glei­ten­den 200-Ta­ges-Durch- schnitt ent­fernt, spricht das für ei­ne Über­trei­bung der Markt­teil­neh­mer – so­wohl ge­gen un­ten als auch ge­gen oben. Die Ana­lys­ten von BofA Mer­rill Lynch set­zen die Schwel­le bei­spiels­wei­se auf 15 bis 20% (über­kauft) re­spek­ti­ve –15 bis 20% (über­ver­kauft).

Ein wei­te­rer nütz­li­cher In­di­ka­tor ist die An­zahl Ak­ti­en in ei­nem In­dex, die über ih­rem glei­ten­den Durch­schnitt no­tie­ren. Ist die­ser An­teil hoch, kann das auf ei­nen mög­li­cher­wei­se zu gros­sen Op­ti­mi­mus der Markt­teil­neh­mer hin­deu­ten – und da­mit Vor­bo­te ei­ner Kor­rek­tur sein.

Glei­ten­de Durch­schnit­te eig­nen sich je­doch we­ni­ger zur Be­stim­mung von Trend­wen­den, son­dern eher zur Be­stä­ti­gung be­ste­hen­der Trends. Liegt der ak­tu­el­le Kurs et­wa über dem 200-Ta­ges-Mit­tel, wird das ten­den­zi­ell als po­si­ti­ves Zei­chen ei­nes an­hal­ten­den Auf­wärts­trends in­ter­pre­tiert.

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