US-Geld­po­li­tik steht Gold­hausse im Weg

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - ST. GAL­LER KAN­TO­NAL­BANK

Im ver­gan­ge­nen Jahr muss­te der Gold­preis Fe­dern las­sen. Im Jah­res­ver­gleich sank er in Dol­lar ge­mes­sen fast 30%. Be­glei­tet wur­de die­ser Rück­gang von welt­weit stei­gen­den Zin­sen und ei­ner Hausse an den Ak­ti­en­märk­ten.

Be­feu­ert von den zu­letzt eher ent­täu­schen­den Ar­beits­markt­da­ten, wur­de der US-Zins­an­stieg kurz­fris­tig et­was ge­bremst und liess ver­ein­zelt Hoff­nun­gen auf ei­ne Ver­län­ge­rung der Tief­zins­po­li­tik auf­kom­men. Vor die­sem Hin­ter­grund konn­te sich das Edel­me­tall zu­letzt von der Mar­ke von 1200 $ pro Un­ze et­was lö­sen. Wird sich die­ser Trend fort­set­zen?

Wir den­ken, nein. Auf mitt­le­re Sicht wird die Be­le­bung des ame­ri­ka­ni­schen Ar­beits­mark­tes wei­ter­ge­hen und die US-Wirt­schaft wei­ter an Kraft ge­win­nen. Mit dem Ein­set­zen des Ta­pe­ring im Ja­nu­ar wur­de be­reits ein ers­ter Schritt zur Ein­däm­mung der Po­li­tik des bil­li­gen Gel­des ge­tan. Vor die­sem Hin­ter­grund dürf­te die US-Geld­po­li­tik ei­ner neu­en Gold­hausse ent­ge­gen­ste­hen. Hin­zu kommt, dass die ho­he Ri­si­ko­aver­si­on der letz­ten Jah­re mit ei­ner Be­le­bung der Welt­wirt­schaft zu­neh­mend durch ein In­ter­es­se an ren­di­te­stär­ke­ren An­la­ge­klas­sen ab­ge­löst wur­de.

So­mit sind zwei star­ke Trei­ber des Bul­len­trends der letz­ten Jah­re für Gold weg­ge­fal­len. Dar­an dürf­te auch die ro­bus­te Nach­fra­ge nach Gold­bar­ren aus Chi­na nichts än­dern. Vor die­sem Hin­ter­grund rech­nen wir da­mit, dass Gold es auch in die­sem Jahr schwer ha­ben wird und sich im bes­ten Fall seit­wärts ent­wi­ckeln dürf­te.

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