Pro­blem­fäl­le sa­nie­ren

Finanz und Wirtschaft - - UNTERNEHMEN - AS

Die An­le­ger er­war­ten viel von Pe­ter Ul­ber. Aus­ge­spro­chen viel: Seit An­fang April 2013, als der Wech­sel von Mo­ni­ka Ri­bar zum deut­schen Lo­gis­tik­spe­zia­lis­ten an­ge­kün­digt wur­de, ha­ben sich die Ak­ti­en von Pa­nal­pi­na fast 80% ver­teu­ert. Die Be­wer­tung an der Bör­se ver­langt ei­ne sehr gros­se Ge­winn­stei­ge­rung in die­sem und im nächs­ten Jahr.

Ul­ber hat an­ge­kün­digt, das Pro­fil des Trans­port­lo­gis­ti­kers zu schär­fen. Luft­und See­fracht sol­len ein­deu­tig im Zen­trum der Stra­te­gie ste­hen. Da­mit hebt sich Pa­nal­pi­na von Küh­ne + Na­gel ab, die brei­ter auf­ge­stellt ist. Was die Pro­fi­ta­bi­li­tät be­trifft, ist der Kon­kur­rent je­doch Mess­lat­te. Ul­ber, der den gröss­ten Teil der Kar­rie­re bei Küh­ne + Na­gel ab­sol­vier­te, hat Pa­nal­pi­na ei­ne Stei­ge­rung der Pro­duk­ti­vi­tät auf die Fah­nen ge­schrie­ben. Ef­fi­zi­en­te­re Pro­zes­se und ho­he In­ves­ti­tio­nen in die IT sol­len ei­ne sub­stan­zi­el­le Er­hö­hung der Be­triebs­mar­ge er­mög­li­chen.

Aus­ser­dem sind die 500 Stand­or­te und Bü­ros des Kon­zerns un­ter die Lu­pe ge­nom­men wor­den. Sol­che, die mit Ver­lust ar­bei­ten – da­von gibt es et­li­che –, wer­den sa­niert, re­struk­tu­riert oder auf­ge­ge­ben. Das Pa­nal­pi­na-Ma­nage­ment rech­net als Fol­ge da­von mit ei­ner Er­hö­hung des Be­triebs­er­geb­nis­ses von min­des­tens 50 Mio. Fr. bis 2015.

Ul­ber will rich­ti­ger­wei­se zu­erst das Haus in Ord­nung brin­gen und in ers­ter Li­nie das Wachs­tum aus ei­ge­ner Kraft för­dern. Wohl erst im kom­men­den Jahr ist Pa­nal­pi­na so weit, Ak­qui­si­tio­nen ins Au­ge fas­sen zu kön­nen. Über die nö­ti­gen Fi­nanz­mit­tel ver­fügt das Un­ter­neh­men schon jetzt.

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