Auf­hol­jagd in Asi­en

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Nach fast zwan­zig Jah­ren Tä­tig­keit für Schind­ler ist Sil­vio Na­po­li als neu­er CEO nicht ge­ra­de ins kal­te Was­ser ge­wor­fen wor­den. Es ist auch nicht im Ent­fern­tes­ten so, dass der Auf­zugs- und Roll­trep­pen­her­stel­ler in exis­ten­zi­el­len Nö­ten wä­re. Und doch hat der ge­bür­ti­ge Ita­lie­ner zwei heik­le Auf­ga­ben zu meis­tern. In Asi­en, wo der al­ler­gröss­te Teil der neu­en Per­so­nen­lif­te welt­weit ge­baut wird, ver­fügt Schind­ler noch nicht über die ge­wünsch­te Markt­po­si­ti­on, na­ment­lich in Chi­na nicht. Zu­min­dest das US-Un­ter­neh­men Otis ( Teil von Uni­ted Tech­no­lo­gies) und die fin­ni­sche Ko­ne sind dem Schwei­zer Kon­zern ei­ni­ges vor­aus.

Im ver­gan­ge­nen Jahr hat Schind­ler ei­ne Auf­hol­jagd ge­star­tet. Mit Blick auf Um­satz und Auf­trags­ein­gang scheint das bis En­de Sep­tem­ber gut ge­lun­gen zu sein. Der Kon­zern wuchs ge­mäss Ma­nage­ment­aus­sa­gen dop­pelt so rasch wie der Markt. Nach neun Mo­na­ten wur­de ins­ge­samt ein re­kord­ho­her Auf­trags­be­stand von 8,1 Mrd. Fr. (+14,5%) aus­ge­wie­sen. Markt­an­tei­le in den Neu­in­stal­la­tio­nen sind in die­ser Bran­che auf Dau­er match­ent­schei­dend, denn sie ga­ran­tie­ren in der Fol­ge zu ei­nem ho­hen Grad ren­ta­ble Ser­vice­leis­tun­gen.

Das for­cier­te Wachs­tum in Asi­en hat sei­nen Preis. Schind­ler muss­te im zu­rück­lie­gen­den Jahr mehr­mals die Ge­winn­pro­gno­se kor­ri­gie­ren. 2014 gilt als wei­te­res Über­gangs­jahr, in dem die Be­triebs­mar­ge auf Kon­zern­stu­fe deut­lich un­ter dem sis­tier­ten Ziel von 14% bleibt. Die In­ves­to­ren bei Lau­ne zu hal­ten mit ei­ner kon­sis­ten­ten Kom­mu­ni­ka­ti­on, das wird die zwei­te gros­se Her­aus­for­de­rung Na­po­lis sein.

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