«Von Zins­be­we­gun­gen nur we­nig be­trof­fen»

Finanz und Wirtschaft - - VORSORGE - INTERVIEW: TH

Die Nied­rig­zin spo­li­tik we­sent­li­cher No­ten­ban­ken hat das Spiel von An­ge­bot und Nach­fra­ge an den Zins­märk­ten aus­ser Kraft ge­setzt. Das Pen­si­ons­kas­sen­ver­mö­gen vor nach­tei­li­gen Fol­gen ei­nes Zins­ni­veau­an­stiegs zu schüt­zen, ist ein An­lie­gen vie­ler Ver­ant­wort­li­cher. Stra­te­gi­en Ge­dan­ken zu ma­chen, wel­che sich durch ei­ne nied­ri­ge Du­ra­ti­on und we­nig Zins­än­de­rungs­ri­si­ko aus­zeich­nen. Sol­che Stra­te­gi­en ver­spre­chen selbst un­ter den ge­nann­ten Markt­be­din­gun­gen sta­bi­len Er­trag. dung der Zins­kur­ve oder zwi­schen ver­schie­de­nen Märk­ten er­kannt wer­den und auf de­ren spä­te­re Kor­rek­tur ge­setzt wird. Weil man sich so­wohl Long als auch Short am Zins­markt en­ga­giert, ist für den An­la­ge­er­folg nicht die Rich­tung des Mark­tes bzw. der Zins­be­we­gung ent­schei­dend, son­dern die spe­zi­fi­sche Po­si­tio­nie­rung. Du­ra­ti­ons­ri­si­ken wer­den ver­mie­den, statt­des­sen wird auf Se­lek­ti­on von Märk­ten, An­la­ge­instru­men­ten und De­ri­va­ten fo­kus­siert. Die ein­ge­gan­ge­nen Ri­si­ken sind haupt­säch­lich po­si­ti­ons­spe­zi­fisch und nicht sys­tem­im­ma­nent. Sie kor­re­lie­ren im Ge­gen­satz zu so­ge­nann­ten Lon­gon­ly-Stra­te­gi­en nur we­nig mit den Zins- oder Kre­dit­ri­si­ken des Fi­xed-In­co­me-Mark­tes. Per­for­man­ce­ana­ly­sen zei­gen, dass sie vor al­lem dann er­folg­reich sind, wenn die Markt­vo­la­ti­li­tät hoch ist. Der In­dex, der die Per­for­mance glo­ba­ler Un­ter­neh­mens­an­lei­hen ab­bil­det, weist für die letz­ten acht Jah­re ei­nen an­nua­li­sier­ten Er­trag von knapp 5% zu ei­ner Vo­la­ti­li­tät von zir­ka 3% aus. Re­la­ti­ve-Va­lu­eS­tra­te­gi­en auf Zins­pa­pie­ren ha­ben im Durch­schnitt über den glei­chen Zei­t­raum ei­nen Er­trag von über 11% bei ei­ner nur un­we­sent­lich hö­he­ren Vo­la­ti­li­tät von rund 4% er­reicht. Das stellt ein we­sent­lich at­trak­ti­ve­res Ri­si­ko-Er­trags­Ver­hält­nis dar. Un­ter sich nor­ma­li­sie­ren­den Markt­be­din­gun­gen als Fol­ge von aus­blei­ben­den bzw. re­du­zier­ten staat­li­chen Ein­grif­fen am Zins­markt er­war­ten wir auch künf­tig ähn­li­chen ri­si­ko­ad­jus­tier­ten Er­trag.

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