Trü­ber Wo­chen­aus­klang

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN SCHWEIZ - GABI WÜ­TH­RICH

Die Stim­mung an der Schwei­zer Bör­se trüb­te sich in der zwei­ten Wo­chen­hälf­te deut­lich ein: Der Swiss Mar­ket In­dex (SMI) fiel im Ver­gleich zur Vor­wo­che 3,3% auf 8201,5.

Die Tur­bu­len­zen in den Schwel­len­län­der­wäh­run­gen (vgl. Sei­te 21) las­te­ten auf den Ak­ti­en der Gross­ban­ken CS Group (–6,2% im Wo­chen­ver­gleich) und UBS (–6,1%), wie auch auf de­nen von Swiss Li­fe (–5,3%), Zu­rich In­suran­ce (–3,6%) und Swiss Re (–1,6%). In den As­se­ku­ranz­ti­teln kommt da­bei nicht nur das ho­he En­ga­ge­ment an den Fi­nanz­märk­ten zum Aus­druck, die Schwel­len­län­der gel­ten für sie auch als künf­ti­ge Haupt­wachs­tums­trei­ber. Die Ti­tel der auf den Heim­markt aus­ge­rich­te­ten Kan­to­nal­ban­ken wie Bas­ler KB (–7,2%), Zu­ger KB (–3%) und BCV (–1,2%) ver­lo­ren der­weil nach der Er­hö­hung des an­ti­zy­kli­schen Ka­pi­tal­puf­fers (vgl. Sei­te 10).

Fi­nanz­ak­ti­en lei­den un­ter Schwel­len­län­der­tur­bu­len­zen – Swiss­com trot­zen Be­tei­li­gungs­ab­bau

Uh­ren­ti­tel un­ter Druck

Die Uh­ren­ak­ti­en Swatch Group (Inh., –0,7%) und Ri­che­mont (–2,2%) dreh­ten nach schwa­chen In­dus­trie­zah­len aus Chi­na in die Ver­lust­zo­ne. Als Fol­ge kam auch der Öl­preis un­ter Druck, was die Öl­dienst­leis­ter­pa­pie­re Tran­so­ce­an (–7,4%) und Wea­ther­ford (–4,5%) be­las­te­te. Der Ver­sor­ger CKW (+0,3%) er­nennt den Lei­ter des Be­reichs Energie, Fe­lix Graf, per 1. Fe­bru­ar zum neu­en CEO.

Gut hiel­ten sich Swiss­com (+0,4%), ob­wohl der Bund den An­teil am Tele­com­kon­zern auf 51,22% re­du­ziert hat (vgl. Sei­te 14). Lo­gi­tech klet­ter­ten gar 11,2%: Der Com­pu­ter­zu­be­hör­her­stel­ler be­leg­te mit den Dritt­quar­tals­zah­len den Tur­naround. CEO Bra­cken Dar­rell wies aber dar­auf hin, dass das Un­ter­neh­men «noch ein Stück Weg» vor sich hat (vgl. Sei­te 6).

ABB (–8,2%) büss­ten nach der Gewinnwarnung für das vier­te Quar­tal er­neut kräf­tig an Wert ein (vgl. Sei­te 8). Die Va­lo­ren der In­dus­trie­ver­tre­ter In­ter­roll (+0,3%) und Dät­wy­ler (–2,5%) hiel­ten sich nach Be­kannt­ga­be der Um­satz­zah­len für 2013 et­was bes­ser als der Ge­samt­markt (vgl. Sei­te 14). Mi­kron (–4,8%) ga­ben trotz wie er­war­tet aus­ge­fal­le­ner Zah­len mehr nach (vgl. Sei­te 14). Seit Jah­res­be­ginn re­sul­tiert mit ho­hen Vo­lu­men aber im­mer noch ein Plus von 15,3%. Swiss­log fie­len 2,6%, ob­wohl Gross­ak­tio­när Fried­helm Loh den An­teil am La­ger­lo­gis­ti­ker auf 10,01% fast ver­dop­pelt hat.

Der über­ra­schen­de Im­port­stopp Chi­nas für Vip­te­ra, ei­ne Mais­sor­te von Syn­gen­ta, liess die Ak­ti­en des Saat­gut­her­stel­lers 4,8% fal­len (vgl. Sei­te 11). Lon­za (–0,7%) hat 2013 we­gen der Re­struk­tu­rie­rung zwar we­ni­ger Um­satz er­zielt. Be­rei­nigt um die Um­bau­kos­ten re­sul­tier­te je­doch ei­ne Pro­fi­ta­bi­li­täts­stei­ge­rung (vgl. Sei­te 6).

Un­ter­schied­li­che Neu­ig­kei­ten lie­fer­te No­var­tis (–3,6%). Zwar hat der Phar­ma­kon­zern für sein mit Ro­che (GS, –2,8%) ent­wi­ckel­tes Asth­ma­me­di­ka­ment Xo­lair für ei­ne wei­te­re In­di­ka­ti­on (Nes­sel­sucht) vom EU-Aus­schuss für Hu- man­me­di­zin ei­ne po­si­ti­ve Stel­lung­nah­me er­hal­ten. Nicht zur Frei­ga­be emp­foh­len hat der Aus­schuss da­ge­gen Se­re­la­xin, ein Prä­pa­rat zur Be­hand­lung von aku­tem Herz­ver­sa­gen. Der Phar­ma­kon­zern will nun wei­te­re Da­ten ein­rei­chen. Ex­per­ten spre­chen Se­re­la­xin im Er­folgs­fall ei­nen Um­satz von bis 2 Mrd. $ zu. Ac­te­li­on (–4,2%) fie­len für ein­mal. Ein nicht exe­ku­ti­ves Ver­wal­tungs­rats­mit­glied nutz­te die Vor­wo­chen­avan­cen und ver­kauf­te Ak­ti­en für 1 Mio. Fr. Da­ge­gen über­zeug­te Li­feWatch (+10%) mit der Chi­na-Part­ner­schaft (vgl. Sei­te 14).

BB Bio­tech gross­zü­gig

BB Bio­tech (–1,8%) schlägt den Ak­tio­nä­ren ei­ne steu­er­freie Aus­schüt­tung von 7 Fr. je Ti­tel vor. Das ent­spricht ei­ner Er­hö­hung um 56% zum Vor­jahr. Der in­ne­re Wert der Ge­sell­schaft stieg 2013 77%, die Va­lo­ren BB Bio­tech 66%.

Die Ak­tio­nä­re von Ae­vis (–5,6%) schei­nen vom er­höh­ten An­ge­bot für Vic­to­ria-Jung­frau nicht über­zeugt (vgl. Sei­te 9). Kuo­ni (–1,4%) wer­den von J. P. Mor­gan neu zum Kauf emp­foh­len. Da­ge­gen kam es in den Ti­teln des Rei­se­de­tail­händ­lers Duf­ry (–6,8%) mit Blick auf die schwä­cheln­den Schwel­len­län­der wohl zu Ge­winn­mit­nah­men.

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