Lang­jäh­ri­ges Er­folgs­duo

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Nest­lé ist seit 1974 an L’Oréal be­tei­ligt. Hin­ter­grund des En­ga­ge­ments war die Be­fürch­tung der Mehr­heits­ei­gen­tü­mer Bet­ten­court, das Un­ter­neh­men könn­te ver­staat­licht wer­den. 1994 wur­de der Ver­trag in ab­ge­än­der­ter Form ver­län­gert. Bis 2004 war die Be­tei­li­gung un­ter der Hol­ding­ge­sell­schaft Ges­paral an­ge­sie­delt, an der Nest­lé 49% be­sass und die Fa­mi­lie Bet­ten­court 51%. Seit 2004 hal­ten Nest­lé und die Fa­mi­lie Bet­ten­court ge­mäss zu­letzt 2009 an­ge­pass­tem und bis En­de April 2014 lau­fen­dem Ver­trag ih­re Pa­ke­te an L’Oréal di­rekt (vgl. Grafik). Zu die­sem Zeit­punkt en­det auch das ge­gen­sei­ti­ge Vor­kaufs­recht.

Mit Nest­lé und der Fa­mi­lie Bet­ten­court als An­ker­ak­tio­nä­ren ent­wi­ckel­te sich L’Oréal ab­ge­se­hen von ein paar Stol­pe­rern ste­tig vor­wärts. Der Um­satz nahm seit der letz­ten Ver­trags­er­neue­rung um 7% pro Jahr zu, die ope­ra­ti­ve Mar­ge (Ebit) wur­de von 14,8 auf 16,8% ver­bes­sert. 2013 war für den Kos­me­tik­kon­zern kein ein­fa­ches Jahr, was die Wachs­tums­er­war­tun­gen dämpf­te.

Nest­lé ist mit der L'Oréal-Be­tei­li­gung gut ge­fah­ren. Der kon­stan­te und stei­gen­de Di­vi­den­den­fluss war be­son­ders in schwä­che­ren Zei­ten will­kom­men. Oh­ne L'Oréal wä­re der Ak­ti­en­kurs we­ni­ger rasch ge­stie­gen. In Sa­chen Er­trags­kraft hat sich der Nah­rungs­mit­tel­pri­mus den Fran­zo­sen in den letz­ten Jah­ren an­ge­nä­hert.

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