Fa­bi

Finanz und Wirtschaft - - UNTERNEHMEN - MAR­TIN SIN­ZIG,

Ei­ne gu­te Bahn­in­fra­struk­tur sei wich­tig für die Schweiz, so be­ginnt die tro­cke­ne Ar­gu­men­ta­ti­on des Bun­des­rats im Ab­stim­mungs­büch­lein. Das kann wohl nie­mand be­strei­ten. Den­noch be­schleicht mich als Steu­er­zah­ler und Kon­su­men­ten ein zu­neh­mend un­gu­tes Ge­fühl, wenn ich die Mei­nungs­äus­se­run­gen der letz­ten Wo­chen und Ta­ge zur Fa­bi-Vor­la­ge Re­vue pas­sie­ren las­se.

Nach­dem so­gar Bahn-Fans wie der frü­he­re, lang­jäh­ri­ge SBB-Pres­se­chef Hans G. Wäg­li ein über­zeug­tes Nein in die Ur­ne le­gen wer­den, dann ist et­was nicht mehr in Ord­nung in der «hei­len» ÖV-Welt. Und man er­in­nert sich: Jahr­zehn­te­lang schon wird das Lob­lied des Bahn­aus­baus ge­sun­gen. Den­noch ha­ben sich die Pro­ble­me ak­zen­tu­iert: zu­neh­men­de Über­las­tung, mehr Ver­spä­tun­gen, ein ho­her Fi­nanz­be­darf und wirt­schaft­lich frag­wür­di­ge Pro­jek­te wie et­wa die Neat.

Be­kannt­lich deckt der Bil­lett­ver­kauf nur et­wa 40% der Kos­ten. Kein Wun­der, dass sich bei der­art güns­ti­gen Be­för­de­rungs­kos­ten po­si­ti­ve Nach­fra­ge­ef­fek­te er­ge­ben. Der Steu­er­zah­ler und der Stras­sen­ver­kehr dür­fen dann die rest­li­chen 60% de­cken. Die­se «Volks­be­glü­ckung» geht noch kras­ser: War­um nicht Schwei­zer Steu­er­zah­ler ver­güns­tigt zum Ein­kau­fen nach Deutsch­land brin­gen, Ein­kaufs­gut­schei­ne in­klu­si­ve? So ge­sche­hen auf der Li­nie zwi­schen Win­ter­thur und Kon­stanz.

Ob sol­cher Wi­der­sprü­che und Dreis­tig­kei­ten kann man nur den Kopf schüt­teln. Das di­cke Fa­bi-Pa­ket soll die­sen Bahn­wahn­sinn noch wei­ter­trei­ben, an­ge­rei­chert mit al­ler­lei Aus­bau- und Fi­nan­zie­rungs­ide­en. Hier will die Bahn­lob­by auf Kos­ten der All­ge­mein­heit ih­re Pf­rün­de si­chern. Die Stras­se soll, ein­mal mehr, zur Qu­er­sub­ven­tio­nie­rung ver­dammt wer­den und das Nach­se­hen ha­ben. Nein dan­ke. Star­rag mel­det mehr Um­satz und Auf­trä­ge: Der Fräs­ma­schi­nen­her­stel­ler hat im ver­gan­ge­nen Ge­schäfts­jahr den Um­satz 1,6% auf 390 Mio. Fr. und den Auf­trags­ein­gang mar­kant um 16,5% auf 424 Mio. Fr. ge­stei­gert. Zum drit­ten Quar­tal hat sich der Auf­trags­ein­gang aber von 124,6 auf 93 Mio. Fr. ver­lang­samt. Der Auf­trags­be­stand per En­de Jahr be­trug 274 Mio. Fr., nach knapp 240 Mio. Fr. im Vor­jahr. Mit Blick auf die Er­geb­nis­se er­war­tet Star­rag für 2013 ei­nen Ebit vor den be­reits an­ge­kün­dig­ten Re­struk­tu­rie­rungs­kos­ten in der Hö­he des Vor­jahrs. Der voll­stän­di­ge Jah­res­ab­schluss folgt am 7. März. Schwa­che Auf­trags­la­ge von Sch­lat­ter: Der An­la­gen­bau­er hat im Ge­schäfts­jahr 2013 ei­nen Um­satz­rück­gang von 16% auf 96,9 Mio. Fr. ver­zeich­net. Der Auf­trags­ein­gang ging gar knapp 20% auf 84 Mio. Fr. zu­rück. Der Auf­trags­be­stand lag per En­de 2013 noch bei 27,1 Mio. Fr., nach 41,6 Mio. per En­de Ju­ni. We­gen der ein­ge­lei­te­ten Re­di­men­sio­nie­rungs­mass­nah­men wür­den für 2013 ein positiver Ebit so­wie ein aus­ge­gli­che­nes Kon­zern­er­geb­nis re­sul­tie­ren, teil­te Sch­lat­ter mit. Das ent­spricht der Pro­gno­se des Un­ter­neh­mens vom ver­gan­ge­nen Au­gust. Die voll­stän­di­gen Jah­res­zah­len prä­sen­tiert Sch­lat­ter am 13. März. Ver­bes­ser­te El­ma: Nach schwie­ri­gen Jah­ren hat sich die Her­stel­le­rin von Ge­häu­se­sys­te­men für die Elek­tro­nik 2013 wie­der ver­bes­sert. Der Um­satz wuchs 1,7% auf 113 Mio. Fr. Wäh­rungs­be­rei­nigt ent­spricht dies ei­nem Plus von 2%. Wachs­tums­mo­tor war Asi­en, die Re­gi­on stei­ger­te die Ver­käu­fe um mehr als die Hälf­te. Wäh­rend Nord­ame­ri­ka den Um­satz hal­ten konn­te, muss­te El­ma in Eu­ro­pa ei­nen Rück­gang von 2,8% hin­neh­men. Dank Mass­nah­men zur Stei­ge­rung der Pro­fi­ta­bi­li­tät konn­te die Ebit-Mar­ge im zwei­ten Se­mes­ter er­höht wer­den. Die de­tail­lier­ten Zah­len wer­den am 20. März pu­bli­ziert. Pfi­zer mit Um­satz­rück­gang: Die ehe­ma­li­ge Num­mer eins in der Ge­sund­heits­bran­che hat ein schwie­ri­ges Jahr hin­ter sich. Der Um­satz ist 2013 im Ver­gleich zum Vor­jahr um 6% auf 51,6 Mrd. $ zu­rück­ge­gan­gen. Un­ter dem Strich ver­dien­te Pfi­zer je­doch we­gen Ein­mal­ef­fek­ten 51% mehr als 2012. Der Ge­winn je Ak­tie be­trug 3.19 $. Für 2014 wird mit ei­nem wei­te­ren Rück­gang des Um­sat­zes von bis zu 4,6% ge­rech­net. Die va­ria­blen Kos­ten sol­len rund 20% des Ab­sat­zes be­tra­gen und da­mit leicht über je­nen des Vor­jah­res lie­gen. Die Aus­ga­ben für Ad­mi­nis­tra­ti­on und Ver­mark­tung wer­den auf 13,5 bis 14,5 Mrd. $ ge­schätzt.

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