Rech­nungs­le­gung

Finanz und Wirtschaft - - UNTERNEHMEN - WER­NER MERZ,

FuW Nr. 2 vom 11. Ja­nu­ar In ih­rem Ar­ti­kel emp­feh­len die Au­to­ren Berndt, Hoch­reu­te­ner und Vi­al, dass im Rech­nungs­le­gungs­stan­dard Swiss GAAP FER Lü­cken zu schlies­sen sei­en, «um Bi­lanz­skan­da­le zu ver­mei­den». Wa­ren die Ver­feh­lun­gen der letz­ten zehn Jah­re nicht eher auf de­lik­ti­sches Han­deln, Gier und Nach­läs­sig­keit zu­rück­zu­füh­ren und nicht auf Lü­cken in den schon um­fang­rei­chen Stan­dards (US-GAAP und IFRS)? Gab es Bi­lanz­skan­da­le bei Un­ter­neh­men, wel­che Swiss GAAP FER an­ge­wandt ha­ben? Rech­nungs­le­gung ist eben auch ei­ne Fra­ge des Cha­rak­ters. Des­halb sind Grund­sät­ze und ih­re ehr­li­che Be­ach­tung wich­ti­ger als um­fang­rei­che Vor­schrif­ten. Es wä­re auf­schluss­reich, brei­te­re For­schungs­er­geb­nis­se über die Wirk­sam­keit von Rech­nungs­le­gungs­stan­dards zu se­hen, be­vor de­ren Aus­wei­tung pos­tu­liert wird. Die im Ar­ti­kel wie­der­ge­ge­be­nen Re­sul­ta­te zei­gen min­des­tens auf, dass die Ab­schluss­er­stel­ler die Wirk­sam­keit von um­fang­rei­chen Stan­dards als be­grenzt be­ur­tei­len.

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