Po­si­ti­ves für Gold aus der In­dus­trie

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - PHI­LIP KNUEPPEL,

Ba­sie­rend auf un­ter­schied­li­chen In­di­ka­to­ren ist Gold im his­to­ri­schen Ver­gleich im­mer noch nicht bil­lig. In Zei­ten, in de­nen eher ei­ne Ver­knap­pung des güns­ti­gen Gel­des droht und der Dol­lar zu pro­fi­tie­ren scheint, las­sen sich kaum deut­lich hö­he­re Gold­prei­se er­war­ten. Tat­säch­lich schei­nen auch an­de­re si­che­re Hä­fen wie der Fran­ken die­ses Jahr eher vom Ab­wer­tungs­druck be­trof­fen zu sein.

Nichts­des­to­trotz gibt es auch po­si­ti­ve Nach­fra­ge­im­pul­se für Gold. Zu nen­nen wä­ren hier­bei die Zen­tral­ban­ken, die wei­ter­hin dar­an in­ter­es­siert sind, ih­re Re­ser­ven zu di­ver­si­fi­zie­ren. Zu­dem sind die rea­len Zin­sen, de­fi­niert als no­mi­nel­le Zin­sen mi­nus In­fla­ti­on, trotz des dro­hen­den An­stiegs his­to­risch be­trach­tet bei Wer­ten von un­ter 2% kei­nes­wegs als zu hoch an­zu­se­hen. Nicht zu ver­ges­sen sind spe­zi­fi­sche Fak­to­ren aus der Gold­in­dus­trie, die den Preis des Edel­me­talls zu­min­dest mit­tel­fris­tig un­ter­stüt­zen soll­ten. So sind wäh­rend der Haus­se­pha­se zahl­rei­che als un­ren­ta­bel er­ach­te­te Mi­nen wie­der er­öff­net wor­den. Sie zu be­trei­ben, lohnt sich aber nur bei sub­stan­zi­ell hö­he­ren Gold­prei­sen als ge­gen­wär­tig. Wir schät­zen, dass erst ein Goldpreis von 1300 $ wirk­lich den Break-even für die nord­ame­ri­ka­ni­schen Mi­nen be­deu­ten wür­de.

Bei den Pla­tin­grup­pe­me­tal­len ste­hen gros­se La­ger­be­stän­de ei­ner durch­grei­fen­den lang­fris­ti­gen Auf­wärts­be­we­gung im Weg. Mit­tel­fris­tig je­doch bleibt das Seg­ment in­ter­es­sant, da be­reits klei­ne An­ge­bots­ver­knap­pun­gen den Markt be­we­gen kön­nen.

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