Die «fra­gi­len fünf» las­sen Wall­s­treet zit­tern

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Face­book ern­tet Ap­plaus – Goog­le be­en­det Han­dy-Aben­teu­er – Exxon för­dert we­ni­ger Öl und Gas

ei­nem Mi­nus von 1,9% ent­spricht. Nach dem Re­kord­hoch von En­de 2013 hat der US-Leit­in­dex im Ja­nu­ar fast 4% ver­lo­ren. Das ist kein gu­tes Vor­zei­chen für 2014, heisst ei­ne al­te Re­gel an Wall­s­treet doch, dass die Per­for­mance im Ja­nu­ar den Takt für das ge­sam­te Jahr an­gibt. Das muss al­ler­dings nicht zwin­gend auch für 2014 gel­ten. Auch 2009 und 2010 bei­spiels­wei­se star­te­ten Ak­ti­en ver­hal­ten, no­tier­ten dann aber zu Jah­res­schluss klar im Plus.

Un­ter den Un­ter­neh­mens­nach­rich­ten stach der Leis­tungs­aus­weis von Face­book (61.08 $ am Don­ners­tag, +7,9% im Wo­chen­ver­gleich) her­aus. Das so­zia­le Netz­werk baut die Prä­senz im mo­bi­len In­ter­net er­folg­reich aus, wor­aus in die­sem wich­ti­gen Seg­ment im vier­ten Quar­tal ein Um­satz­wachs­tum von mehr als 50% re­sul­tier­te (vgl. Sei­te 12). Im welt­wei­ten Markt für mo­bi­le In­ter­net­wer­bung ent­fie­len 2013 fast 19% auf Face­book, nach­dem es im Vor­jahr nur gut 5% wa­ren. Das regt auch die Fan­ta­sie in den Ak­ti­en des Kurz­nach­rich­ten­diensts Twit­ter (63.47 $, +1,1%) an.

Goog­le (1135.39 $, –2,1%) be­en­det den Ab­ste­cher ins Han­dy­Ge­schäft. Der In­ter­net-Rie­se ver­kauft den vor we­ni­ger als zwei Jah- ren über­nom­me­nen Mo­bil­te­le­fon­her­stel­ler Mo­to­ro­la Mo­bi­li­ty für 2,9 Mrd. $ an den chi­ne­si­schen IT-Kon­zern Le­no­vo, der be­reits letz­te Wo­che ei­nen Teil des Ser­ver-Ge­schäfts von IBM (177.36 $, –2,9%) ge­kauft hat. Goog­le zahl­te für die Mo­to­ro­la-Ak­qui­si­ti­on 12,5 Mrd. $. Ein Di­rekt­ver­gleich zum ak­tu­el­len De­al ist je­doch schwie­rig, weil Goog­le die Pa­ten­te von Mo­to­ro­la be­hal­ten wird und ei­nen Teil des Han­dy-Ge­schäfts be­reits frü­her ab­ge­stos­sen hat­te. Freund­lich auf­ge­nom­men wur­den zu­dem die Quar­tals­zah­len des Such­ma­schi­nen­be­trei­bers. Die Ak­ti­en Goog­le rück­ten am Frei­tag­mor­gen auf ein neu­es Re­kord­hoch vor.

Ei­nen Dämp­fer muss­ten hin­ge­gen In­ves­to­ren in Ama­zon (403.01 $, +0,8%) hin­neh­men. Der On­li­ne­ver­sand­händ­ler hat den Um­satz zwar sat­te 20% ge­stei­gert. Wall­s­treet hat­te sich je­doch mehr er­hofft. Zu­dem ent­täusch­te der Ausblick, den Kon­zern­chef Jeff Be­zos für das lau­fen­de Jahr ab­gab. Dass Ama­zon die jähr­li­che Ge­bühr für den be­lieb­ten Pre­mi­um-Ser­vice für zwei­tä­gi­ge Lie­fer­frist in den USA von 79 $ um bis zu 40 $ er­hö­hen will, lös­te we­nig Be­geis­te­rung aus. Ama­zon han­del­ten am Frei­tag über 9% tie­fer.

Im Ener­gie­sek­tor stand der Ab­schluss von Exxon Mo­bil (93.99 $, –3,1%) im Fo­kus. Der gröss­te ko­tier­te Ener­gie­kon­zern der Welt hat in den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten zwar mehr Geld in­ves­tiert. Den­noch hat er we­ni­ger Öl und Gas ge­för­dert als in der Vor­jah­res­pe­ri­ode. Das führ­te zu ei­nem Er­geb­nis­rück­gang von fast 30% auf 8,4 Mrd. $ für das vier­te Quar­tal bzw. 32,6 Mrd. für das Ge­samt­jahr. Exxon weist da­mit den tiefs­ten Ge­winn seit 2010 aus. Auch Ri­va­le Chev­ron (116.45 $, –1,6%) ging es nicht bes­ser.

An der Bör­se von São Pao­lo sorg­ten die Ver­wer­fun­gen an den De­vi­sen­märk­ten für hef­ti­ge Er­schüt­te­run­gen. Der Leit­in­dex Bo­ve­s­pa sank im Be­richts­zeit­raum 2,2% auf 47 244,26. Er be­wegt sich da­mit auf dem tiefs­ten Stand seit Mit­te Ju­li.

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