Preis­kampf setzt Tele­com­ak­ti­en zu

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Mi­cro­soft er­nennt neu­en CEO – Win­ter bremst Ford und GM – Yum Brands ser­viert ap­pe­tit­li­che Zah­len

schwa­chen Da­ten aus der US-In­dus­trie nun auch er­neu­te Sor­gen um die Kon­junk­tur in Ame­ri­ka.

Auch für die nächs­ten Ta­ge ist des­halb mit er­höh­ten Schwan­kun­gen zu rech­nen. Der S&P 500 hat am Mon­tag 2,3% auf 1741,89 ein­ge­büsst – das ent­spricht dem gröss­ten Ta­ges­ver­lust seit Ju­ni 2013. Noch Mit­te Ja­nu­ar hat­te der US-Leit­in­dex mit 1848,83 ein Re­kord­hoch mar­kiert. Seit­her hat er über 5% ver­lo­ren. Das war letzt­mals vor sie­ben Mo­na­ten der Fall.

Im­mer­hin konn­ten In­ves­to­ren am Di­ens­tag zu Han­dels­be­ginn et­was durch­at­men: Der S&P 500 er­öff­ne­te im Plus, und die Ren­di­te auf zehn­jäh­ri­ge US-Staats­an­lei­hen stieg wie­der über 2,6%. Ein wich­ti­ger Test für die Fi­nanz­märk­te steht am Frei­tag mit den Ja­nu­ar-Zah­len zum Ar­beits­markt an. Nach den ent­täu­schen­den Da­ten zum De­zem­ber rech­nen Öko­no­men mit 180 000 neu­en Stel­len und ei­ner un­ver­än­der­ten Ar­beits­lo­sen­quo­te von 6,7%.

Un­ter den Un­ter­neh­mens­nach­rich­ten sorg­te Mi­cro­soft (36.48 $, –1%) für die gröss­ten Schlag­zei­len. Wie im Vor­feld ge­mun­kelt wur­de, er­nennt der Soft­ware­rie­se Sa­tya Na­del­la zum neu­en CEO. Der 46-Jäh­ri­ge mit in­di­scher Ab­stam­mung ar­bei­tet be­reits seit 1992 für Mi­cro­soft. Fast noch in­ter­es­san­ter ist je­doch, dass Un­ter­neh­mens­grün­der Bill Ga­tes sei­nen Pos­ten als Ver­wal­tungs­rats­prä­si­dent ab­gibt und künf­tig nur noch als tech­no­lo­gi­scher Be­ra­ter im Auf­sichts­gre­mi­um ak­tiv sein wird. Ei­nen Sitz im VR wird eben­so der ab­tre­ten­de CEO Ste­ve Ball­mer ein­neh­men, der seit 2000 das ope­ra­ti­ve Ge­schäft ge­lei­tet hat­te.

Be­son­ders schwer un­ter Druck ka­men zu Wo­chen­be­ginn die Va­lo­ren der Tele­com­ko­los­se AT&T (31.95 $, –4,2%) und Ve­ri­zon (46.41 $, –2,6%) – das, nach­dem AT&T we­gen des ver­schärf­ten Wett­be­werbs durch klei­ne­re Kon­kur­ren­ten wie T-Mo­bi­le (29.53 $, –3,9%) und Sprint (7.85 $, –6,4%) güns­ti­ge­re Mo­bil­funk­ta­ri­fe an­ge­kün­digt hat­te. Der Tele­com­rie­se bie­tet neu ein Fa­mi­li­enabon­ne­ment für mo­nat­lich 160 $ an, mit dem ei­ne Da­ten­men­ge von 10 Gi­ga­byte un­ter vier Mo­bil­te­le­fo­nen ge­teilt wer­den kann.

Auf rut­schi­ge Fahr­bahn ge­rie­ten fer­ner die Ak­ti­en der Au­to­kon­zer­ne Ford (14.55 $, –4,6%) und Ge­ne­ral Mo­tors (35.25 $, –4,3%). Bei­de Un­ter­neh­men ver­zeich­ne­ten im Ja­nu­ar rück­läu­fi­ge Ver­kaufs­zah­len. Das­sel­be gilt für To­yo­ta, die Num­mer drei im ame­ri­ka­ni­schen Au­to­markt. Für den schwa­chen Ab­satz wird das aus­ser­ge­wöhn­lich gars­ti­ge Win­ter­wet­ter ver­ant­wort­lich ge­macht. Ins­ge­samt ging der Fahr­zeug­ver­kauf im Ja­nu­ar um gut 3% ver­g­li­chen mit dem Vor­jah­res­mo­nat zu­rück.

Im Seg­ment der klei­ne­ren und mitt­le­ren Un­ter­neh­men sta­chen Yum Brands (66.16 $, –0,7%) her­vor. Die Schnell­im­biss­ket­te mit den Toch­ter­ge­sell­schaf­ten KFC, Ta­co Bell und Piz­za Hut über­traf mit den Quar­tals­zah­len die Er­war­tun­gen der Ana­lys­ten und be­kräf­tig­te den Ausblick für 2014. Die Ak­ti­en Yum Brands han­del­ten am Di­enst­mor­gen fast 9% im Plus. Gut auf­ge­nom­men wur­de eben­so der Leis­tungs­aus­weis des Mo­de­de­si­gners Micha­el Kors (76.67 $, –4,6%), des­sen Ak­ti­en ge­gen Mit­tag über 18% fes­ter ten­dier­ten.

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