Ke­xim mit Dop­peltran­che

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - OB­LI­GA­TIO­NEN SCHWEIZ MAN­FRED KRÖLLER

Die ein­zi­ge Neu­er­schei­nung kommt aus Ko­rea. Cre­dit Suis­se (CS) und UBS be­glei­te­ten am Di­ens­tag die Dop­peltran­che 11⁄ Ex­port-Im­port Bank of Ko­rea (Ke­xim) 2014/2019 über 100 Mio. Fr. so­wie ei­nen drei­jäh­ri­gen Floa­ter über 125 Mio. Fr. Die Fest­zin­stran­che wur­de mit ei­nem Spre­ad von 55 Ba­sis­punk­ten (Bp) über Swap-Mit­te ge­preist, die va­ria­ble wird zum Dreimo­nats-Li­bor plus 45 Bp ver­zinst.

Bobst Group un­ter­brei­tet ih­ren In­ves­to­ren ein Tausch­an­ge­bot. In­ha­ber der im Ju­ni 2015 fäl­li­gen An-

Bobst un­ter­brei­tet Um­tausch­an­ge­bot und will da­für die jüngs­te An­lei­he auf­sto­cken

lei­he 5% Bobst 2009/2015 über 250 Mio. Fr. ( Va­lor: 10 229 480, BOB09) er­hal­ten die Mög­lich­keit, ma­xi­mal 30 000 An­teil­schei­ne im Nenn­wert von je 5 000 Fr. (No­mi­nal­be­trag ins­ge­samt 150 Mio.) vor­zei­tig in Pa­pie­re im glei­chen Nenn­wert der En­de Ja­nu­ar plat­zier­ten 21⁄ Bobst Group 2014/2019 über 50 Mio. Fr. ( Va­lor 23 297 395) zu tau­schen (vgl. letz­te Aus­ga­be). Die neue An­lei­he soll zu die­sem Zweck auf­ge­stockt wer­den. Das gibt der West­schwei­zer Ver­pa­ckungs­ma­schi­nen­her­stel­ler in ei­ner Mit­tei­lung be­kannt. «Bobst möch­te das Fäl­lig­keits­pro­fil op­ti­mie­ren und ei­ne bes­se­re Staf­fe­lung der Rück- zah­lungs­ter­mi­ne er­rei­chen», er­klärt Fi­nanz­chef At­ti­lio Tis­si ge­gen­über FuW. Um­tau­schen­de An­le­ger pro­fi­tier­ten von drei Vor­tei­len: Die Cou­pon-Dif­fe­renz wer­de mit ei­ner steu­er­frei­en Zah­lung aus­ge­gli­chen (für na­tür­li­che Per­so­nen in der Schweiz), der auf­ge­lau­fe­ne Zins wer­de per 20. Fe­bru­ar 2014 aus­ge­schüt­tet, und den Ein­stieg in die neue An­lei­he ge­be es «zu at­trak­ti­ven 100%», wäh­rend die Nach­fra­ge im Grau­markt be­reits bei über 101% lie­ge.

An drei­mo­na­ti­gen Geld­markt­buch­for­de­run­gen (GMBF) der Eid­ge­nos­sen­schaft wur­den am Di­ens­tag 787,9 Mio. Fr. zu­ge­teilt. Es gab Ge­bo­te über 4,652 Mrd. Fr. Die Ren­di­te er­reich­te –0,107%, nach –0,09% in der Vor­wo­che.

Ist die Eu­ro­kri­se über­wun­den? Die Ri­si­ko­prä­mi­en für Staats­an­lei­hen aus der Pe­ri­phe­rie sin­ken ste­tig. Hat der ne­ga­ti­ve Bo­ni­täts­trend der Län­der sein Tief er­reicht? Die­sen Fra­gen geht die Schwei­zer Ra­ting­bou­tique In­de­pen­dent Cre­dit View (I-CV) in ih­rer jüngs­ten Län­der­stu­die nach. Der glo­bal er­hoff­te Wachs­tums­schub sei aus­ge­blie­ben. Doch hät­ten die Leis­tungs­bi­lan­zen in der Pe­ri­phe­rie sich er­holt und in Spa­ni­en so­wie in Irland ins Po­si­ti­ve ge­dreht. Ita­li­en und Por­tu­gal bö­ten ein ähn­li­ches Bild. Die Spar­mass­nah­men zeig­ten Wir­kung, aber das er­for­der­li­che Ni­veau sei noch nicht er­reicht. «Bis da­to sind wir nicht über­zeugt, dass sich Po­li­ti­ker als gu­te Kri­sen­ma­na­ger er­wei­sen – es fehlt die ei­ser­ne Hand», sagt Re­né Her­mann, Part­ner von I-CV. Das Ban­ken­sys­tem blei­be die Achil­les­fer­se ei­ner nach­hal­ti­gen Er­ho­lung.

I-CV hat in ih­rem um sechs auf 53 Staa­ten er­wei­ter­ten Ra­tin­g­uni­ver­sum neun Län­der auf- und zwei ab­ge­stuft. Ein hö­he­res Ra­ting be­ka­men Chi­le, Ös­ter­reich, die USA, Bel­gi­en, Me­xi­ko, Pe­ru, Ko­lum­bi­en, Irland und In­do­ne­si­en. Ei­ne tie­fe­re Bo­ni­täts­no­te er­hiel­ten Slo­we­ni­en und Bra­si­li­en.

Singapur, Nor­we­gen, Schwe­den und die Schweiz er­hal­ten die Best­no­te AAA, Deutsch­land muss mit AA+ Vor­lieb neh­men. Gross­bri­tan­ni­en, die USA, Luxemburg und Frank­reich blei­ben für I-CV «kla­re Down­gra­de-Kan­di­da­ten».

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