Ver­si­che­rer vom Vor­sor­ge­ge­schäft an­ge­scho­ben

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Das Ver­si­che­rungs­vo­lu­men in der Schweiz ist im ver­gan­ge­nen Jahr hoch­ge­rech­net 3,7% auf 59,1 Mrd. Fr. ge­wach­sen. «Der Vor­sor­ge- und Le­bens­ver­si­che­rungs­be­reich wie auch die Scha­den­ver­si­che­run­gen sind trotz der nach­tei­li­gen Ef­fek­te der Nied­rig­zins­la­ge so­lid ge­wach­sen», sag­te Urs Berger an der Jah­res­kon­fe­renz des Ver­si­che­rungs­ver­bands SVV. Der Ver­bands­prä­si­dent stell­te für 2014 ein fort­ge­setz­tes Wachs­tum in Aus­sicht: «Der Lang­frist­trend bleibt gut.»

Haupt­säch­li­cher Wachs­tums­trä­ger mit ei­nem Plus von hoch­ge­rech­net 7,9% ist das Pen­si­ons­ge­schäft der Ver­si­che­rer, das mitt­ler­wei­le 41% des ge­sam­ten in­län­di­schen Ver­si­che­rungs­vo­lu­mens aus­macht. Der Ab­satz von Le­bens­ver­si­che­run­gen an Ein­zel­per­so­nen ist in­des 1,2% ge­schrumpft. Die Scha­den­ver­si­che­rungs­spar­ten sind in der Sum­me et­wa 2% aus­ge­wei­tet wor­den. Die­se Markt­dy­na­mik hat wohl pri­mär dem Vor­sor­ge- und Le­bens­ver­si­che­rer Swiss Li­fe in die Hand ge­spielt so­wie Ba­loi­se und Hel­ve­tia, die bei­de in Vor­sor­ge- und Scha­den­ver­si­che­run­gen mass­geb­li­che Markt­an­tei­le hal­ten.

In der Schweiz sind 207 in- und aus­län­di­sche Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men zu­ge­las­sen. Die Bran­che sei ver­nünf­tig auf­ge­stellt, aber ei­ne wei­te­re An­bie­ter­kon­so­li­die­rung sei vor­stell­bar, et­wa zur leich­te­ren Be­wäl­ti­gung der In­ves­ti­tio­nen in In­for­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie und Pro­dukt­trans­pa­renz, er­läu­ter­te Ver­bands­prä­si­dent Berger, der zu­dem die Mo­bi­li­ar Ver­si­che­rung prä­si­diert. Ste­fan Loacker, CEO von Hel­ve­tia und Mit­glied des Ver­bands­vor­stands, sprach von ei­ner be­reits er­heb­li­chen An­bie­ter­kon­zen­tra­ti­on.

Die Fra­ge hat an Bri­sanz ge­won­nen, weil Mo­bi­li­ar wie auch Hel­ve­tia En­de 2013 die Be­tei­li­gung am Kon­kur­ren­ten Na­tio­na­le Suis­se auf über 19 bzw. 17% aus­ge­baut ha­ben, was die Ak­ti­en seit­her spe­ku­la­tiv treibt. We­der Berger noch Loacker woll­ten nä­her ein­ge­hen auf ih­re Ab­sich­ten. Bei­de Un­ter­neh­men cha­rak­te­ri­sie­ren den Po­si­ti­ons­aus­bau als In­vest­ment.

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