84 000 $ für He­pa­ti­tis-C-The­ra­pie

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Ärz­te und ih­re Pa­ti­en­ten er­hof­fen sich viel von dem eben erst zu­ge­las­se­nen neu­en Me­di­ka­ment So­val­di ge­gen He­pa­ti­tis C. Dank die­ses oral ver­ab­reich­ten Pro­dukts des US-Her­stel­lers Gi­lead Sci­en­ces rückt ei­ne In­ter­fe­ron-freie und auf we­ni­ge Wo­chen be­schränk­te The­ra­pie für die in In­dus­trie­staa­ten vor al­lem un­ter An­ge­hö­ri­gen der Ba­by­boo­mer-Ge­ne­ra­ti­on ver­brei­te­te Krank­heit in Reich­wei­te. Die Hei­lungs­chan­cen ge­gen­über der her­kömm­li­chen, auf ge­spritz­tem In­ter­fe­ron ba­sie­ren­den Be­hand­lungs­me­tho­de ver­spre­chen sich von rund 40% auf über 90% zu er­hö­hen.

Vor­läu­fig ist So­val­di ( Wirk­stoff­na­me So­fos­bu­vir) in den USA und Eu­ro­pa nur in Kom­bi­na­ti­on mit In­ter­fe­ron so­wie Ri­ba­vi­rin er­hält­lich, ab 2015 er­war­ten Ana­lys­ten in­des die Frei­ga­be für die Be­hand­lung in Kom­bi­na­ti­on mit wei­te­ren ora­len neu­en He­pa­ti­tis-C-Wirk­stof­fen wie Le­di­pas­vir (eben­falls von Gi­lead). In den USA kos­tet die jet­zi­ge drei­mo­na­ti­ge Be­hand­lung mit So­val­di 84 000 $, in Deutsch­land rech­net Gi­lead mit knapp 49 000 €. Die ho­hen Prei­se sor­gen beid­seits des At­lan­tiks für Kon­tro­ver­sen. Be­son­ders hef­tig ist die Kri­tik aus Schwel­len­län­dern wie In­di­en und Ägyp­ten, die mit be­son­ders ho­hen He­pa­ti­tis-C-Fall­zah­len kämp­fen. Der Ver­kauf von So­val­di ist gleich­wohl her­vor­ra­gend an­ge­lau­fen. Nach Schät­zung von Ana­lys­ten dürf­te das Me­di­ka­ment be­reits die­ses Jahr ei­nen Um­satz von mehr als 3 Mrd. $ er­rei­chen.

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