Noch mehr Uh­ren

Finanz und Wirtschaft - - KONSUM - JS

2013 wur­den ge­mäss dem Ver­band der Schwei­zer Uh­ren­in­dus­trie Zeit­mes­ser für 21,8 Mrd. Fr. ex­por­tiert. Das ent­spricht ei­nem Plus von 1,9% ver­g­li­chen mit dem Vor­jahr. Das zwei­te Halb­jahr (+3%) war bes­ser als das erste (+0,7%). Ge­fragt wa­ren Uh­ren aus Stahl (+4,9%), wäh­rend Edel­me­tall­uh­ren (–0,3%) we­ni­ger ver­kauft wur­den. Für 2014 rech­net der Ver­band mit ei­nem stär­ke­ren Wachs­tum als 2013. Da­zu sol­len al­le Re­gio­nen bei­tra­gen.

Das wür­de heis­sen, dass sich die Märk­te er­ho­len, die 2013 schwä­chel­ten. Die Aus­fuh­ren nach Hong­kong, dem gröss­ten Ex­port­markt, san­ken 5,6%, auf dem chi­ne­si­schen Fest­land wur­den gar 12,5% we­ni­ger Uh­ren nach­ge­fragt. Frank­reich (–9,6%) war in Eu­ro­pa der Aus­reis­ser nach un­ten, wäh­rend Deutsch­land (+9%), Ita­li­en (+4,6%) und Gross­bri­tan­ni­en (+18,2%) zu den Ge­win­nern zähl­ten. Dass es ins­ge­samt wei­ter auf­wärts­geht, zei­gen die Zah­len für De­zem­ber. Der Ex­port von Uh­ren im Ge­gen­wert von 1,8 Mrd. Fr. lag 3,8% über dem Vor­jah­res­wert.

Was den Er­folg der neu­en Mar­ke Har­ry Wins­ton be­trifft, gibt es in den Zah­len­rei­hen we­nig Auf­schluss über Fort­schrit­te. Doch Hay­ek sagt: «Für Har­ry Wins­ton ha­ben wir un­ter der Füh­rung mei­ner Schwes­ter die Pro­duk­ti­on hoch­ge­fah­ren und die La­ger auf­ge­baut. Wir ha­ben neue Lä­den er­öff­net und ver­hin­dert, dass erst­klas­si­ge Stand­or­te wie Paris ge­schlos­sen wer­den.» Zur Pro­fi­ta­bi­li­tät des Schmuck­spe­zia­lis­ten dop­pelt er nach: «Har­ry Wins­ton ist trotz ho­her In­ves­ti­tio­nen ge­winn­brin­gend.» An der Uh­ren­mes­se Ba­sel­world En­de März soll die erste un­ter der Re­gie von Swatch Group ent­wi­ckel­te Uh­ren­kol­lek­ti­on von Har­ry Wins­ton vor­ge­stellt wer­den. Wie gut es Swatch Group geht, zeigt ein Blick auf die Dif­fe­renz von Brut­to- und Net­to­um­satz. Der als Er­lös­min­de­rung bzw. Sa­les Re­duc­tion be­zeich­ne­te Wert ist im Ver­hält­nis zum Brut­to­um­satz ein wei­te­res Mal zu­rück­ge­gan­gen. Dar­aus ist ab­zu­le­sen, dass Swatch Group zu­rück­hal­tend war, wenn es dar­um ging, Uh­ren mit Rabatt zu ver­kau­fen bzw. die Zah­lungs­be­din­gun­gen an­zu­pas­sen. Das Un­ter­neh­men hat es dem­nach nicht nö­tig, um je­den Preis Um­satz zu ge­ne­rie­ren. Fi­nanz und Wirt­schaft be­lässt die Ge­winn­schät­zung für 2014 un­ver­än­dert (vgl. Ta­bel­le).

Die In­ha­ber­ak­ti­en von Swatch Group sind mit ei­nem Kurs-Ge­winn-Ver­hält­nis für 2014 von 16 ins­ge­samt ge­se­hen so­wie im Ver­gleich zu Ri­che­mont (17) güns­tig und sind auch 2014 ei­ne gu­te Wet­te. Sie dürf­ten zwar auf ne­ga­ti­ve ma­kro­öko­no­mi­sche Nach­rich­ten aus den Emer­ging Mar­kets zwi­schen­zeit­lich mit Kurs­ein­bus­sen re­agie­ren. Doch da­von soll­ten sich die An­le­ger nicht aus der Ru­he brin­gen las­sen. Al­le Fi­nanz­da­ten zu Swatch Group im On­li­ne-Ak­ti­en­füh­rer: fuw.ch/UHR und fuw.ch/UHRN

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