So­ny schrumpft sich schön

Finanz und Wirtschaft - - ENERGIE/TECHNOLOGIE - TR

Es ist dann doch nicht Le­no­vo ge­wor­den: Zwar wur­de ge­mut­masst, So­ny wür­de die schwä­cheln­de PCSpar­te an die Chi­ne­sen ab­stos­sen. Nun bleibt das Ge­schäft aber erst­mal im ei­ge­nen Land. Der To­kio­ter In­vest­ment­fonds Ja­pan In­dus­tri­al Part­ners wird den PC-Be­reich über­neh­men. Und schon gibt es Ge­rüch­te, die TV-Spar­te ste­he eben­so zu Dis­po­si­ti­on. So­ny bleibt ein Kan­di­dat auf dem Weg zum Um­schwung.

Vor in­zwi­schen zwei Jah­ren ist Ka­zuo Hi­rai an­ge­tre­ten, um die Ver­lus­te des Elek­tro­nik­kon­zerns zu stop­pen. Bis heu­te hat­te er da­mit kei­nen Er­folg. Im lau­fen­den Ge­schäfts­jahr er­war­tet So­ny ei­nen Ver­lust von 110 Mrd. Yen, fast 1 Mrd. Fr. statt wie ur­sprüng­lich pro­gnos­ti­ziert ei­nen Ge­winn. Zu­dem sol­len wei­te­re 5000 Jobs bei dem an­ge­schla­ge­nen Kon­zern weg­fal­len.

Ob das Ge­schäft mit Fern­se­hern bei So­ny bleibt, ist of­fen. Man ha­be «ver­schie­de­ne An­ge­bo­te» er­hal­ten, sag­te Hi­rai ja­pa­ni­schen Re­por­tern. Das Un­ter­neh­men will die TV-Spar­te in die­sem Som­mer in ei­ne ei­ge­ne Ge­sell­schaft aus­la­gern, be­hält dar­an aber vor­erst die Mehr­heit. Das PC-Ge­schäft gibt So­ny bis auf ei­nen An­teil von 5% ab.

Die Ak­ti­en des Kon­zerns leg­ten deut­lich zu. Seit dem An­tritt von Hi­rai im April 2012 ha­ben Ak­tio­nä­re al­ler­dings mit den Ti­tel nichts ver­dient – sie be­weg­ten sich seit­wärts. Nach wie vor steht der Be­weis aus, dass Hi­rai das Un­ter­neh­men nach­hal­tig in die Ge­winn­zo­ne füh­ren kann. Mit ei­nem Kurs-Ge­winn-Ver­hält­nis für das Ge­schäfts­jahr mit En­de März 2015 von 19 sind die Ti­tel nicht güns­tig. Auf die­sem Ni­veau schei­nen Rück­schlä­ge wahr­schein­lich.

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