Bör­se stutzt Twit­ter die Flü­gel

Finanz und Wirtschaft - - TECHNOLOGIE - TR

Beim ei­nen steigt die Zahl neu­er Nut­zer im vier­ten Quar­tal 2013 um 3,8%, beim an­de­ren 3,4%. Der ei­ne ver­dient 75% mit mo­bi­ler Wer­bung, der an­de­re 53%. Trotz­dem wird der ei­ne – näm­lich Twit­ter – ab­ge­straft an der Bör­se, beim an­de­ren ju­beln die In­ves­to­ren. Ver­rück­te Welt – und ei­gent­lich sind bei­de Ti­tel kein Kauf.

Die Twit­ter-Ak­ti­en ha­ben ge­gen En­de der Wo­che fast ein Vier­tel ih­res Werts ab­ge­ge­ben nach der ers­ten Bi­lanz seit dem Bör­sen­gang im ver­gan­ge­nen Herbst. Der Um­satz ex­plo­dier­te im Be­richts­quar­tal zwar 116% auf 242,3 Mio. $, der Ver­lust schnell­te aber eben­so in die Hö­he: von 8,7 im vo­ri­gen Jahr auf 511,5 Mio. $ von Ok­to­ber bis De­zem­ber. Die gröss­te Ent­täu­schung war al­ler­dings die Zahl der Nut­zer.

Der Twit­ter-CEO hat­te vor Mit­ar­bei­tern bis En­de 2013 noch 400 Mio. Twit­te­rer in Aus­sicht ge­stellt – es wa­ren dann aber le­dig­lich 241 Mio. Face­book zählt 1,23 Mrd. und schreibt Ge­winn. Trotz­dem traut die Bör­se Twit­ter noch mehr zu. Die Ti­tel des Kurz­nach­rich­ten­diens­tes kos­ten im­mer noch ein Fünf­zig­fa­ches des Um­sat­zes, Face­book ein Zwan­zig­fa­ches. Ei­ne Kor­rek­tur bei bei­den scheint wahr­schein­lich.

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