Hoff­nungs­trä­ger

Finanz und Wirtschaft - - GESUNDHEIT -

Der nach Pfi­zer zweit­gröss­te USPhar­ma­kon­zern Merck könn­te be­reits im zwei­ten Quar­tal die­ses Jah­res ei­nen Zu­las­sungs­an­trag für Lam­bro­li­zu­m­ab ge­gen Haut­krebs stel­len. Das Me­di­ka­ment setzt am PD-L-1-Li­gan­den an. Da die FDA ihm als Ers­tem sei­ner Art Break-th­rough-Sta­tus ver­lie­hen hat, ist ein Zu­las­sungs­an­trag vor Ab­schluss der Pha­se III mög­lich. Da­mit liegt Merck im Wett­ren­nen um die Im­mun­the­ra­pie bei Krebs vorn.

Die bis­her ver­füg­ba­ren Da­ten sind viel­ver­spre­chend. Wäh­rend Haut­krebs­pa­ti­en­ten im End­sta­di­um bis­her nach durch­schnitt­lich neun Mo­na­ten ster­ben, leb­ten 81% der Ver­suchs­kan­di­da­ten nach der Ab­ga­be von Lam­bro­li­zu­m­ab noch nach ei­nem Jahr. Beim Gross­teil war die Krank­heit zu­dem nicht wei­ter fort­ge­schrit­ten, und bei ei­ni­gen hielt der Ef­fekt auch nach mehr als 65 Wo­chen an. Der US-Kon­zern tes­tet das Me­di­ka­ment gleich­zei­tig ge­gen Lun­gen- und Nie­ren­krebs.

Die Va­lo­ren von Merck be­we­gen sich mit ei­nem Kurs-Ge­winn-Ver­hält­nis (KGV) 2014 von 15 im Bran­chen­schnitt. Der Kon­zern kämpft je­doch mit dem Ver­lust von Pa­ten­ten. Der Um­satz wird ge­mäss Ana­lys­ten klar un­ter­durch­schnitt­lich zu­le­gen. Bei den Ak­ti­en ist al­so Vor­sicht ge­bo­ten. Soll­te Merck in der Im­mun­the­ra­pie ge­gen Krebs er­folg­reich sein, könn­te sich das Blatt al­ler­dings wen­den.

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