Stan­dard­wert

Finanz und Wirtschaft - - GESUNDHEIT -

Auch bei der Im­mun­the­ra­pie ge­gen Krebs zählt der Schwei­zer On­ko­lo­gie­spe­zia­list Ro­che zu den füh­ren­den Phar­ma­kon­zer­nen. Die Bas­ler tes­ten der­zeit den ge­gen den Li­gan­den PD- L-1 ge­rich­te­ten An­ti­kör­per MPDL3280A bei Nie­ren-, Lun­gen- und Haut­krebs. Hin­zu kom­men Be­gleit­tests aus der ei­ge­nen Dia­gnos­tik­spar­te und Ver­su­che zur Kom­bi­na­ti­on mit Ava­s­tin und Zel­bo­raf. Da­ten aus ei­ner Pha­se- II-Stu­die zur Schlag­kraft ge­gen Lun­gen­krebs dürf­ten an der Krebs­fach­ta­gung (As­co) in den USA vor­ge­stellt wer­den. Mög­li­cher­wei­se rei­chen sie eben­falls für den Break-th­rough-Sta­tus der FDA und da­mit für ei­ne früh­zei­ti­ge Zu­las­sung. Stellt sich zu­dem tat­säch­lich her­aus, dass der PD- L-1-An­satz we­ni­ger ri­si­ko­be­haf­tet ist, hat Ro­che sehr gu­te Kar­ten in der Hand.

Auch sonst über­zeugt der Kon­zern durch ei­ne at­trak­ti­ve Pi­pe­line. Die vom Pa­ten­t­ab­lauf be­droh­ten Block­bus­ter Her­cep­tin und Ma­bThe­ra/Ri­tu­x­an konn­ten früh­zei­tig durch äus­serst er­folg­ver­spre­chen­de Nach­fol­ger (Kad­cy­la, Per­je­ta, Ga­zy­va) er­setzt wer­den. Zum Teil wer­den die neu­en Me­di­ka­men­te auch in Kom­bi­na­ti­on mit den al­ten Heil­mit­teln ver­ab­reicht. Mit ei­nem KGV von 17 sind die Ge­nuss­schei­ne von Ro­che nicht güns­tig. Sie ge­hö­ren aber den­noch in je­des di­ver­si­fi­zier­te Schwei­zer Ak­ti­en­port­fo­lio.

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