Vor­freu­de siegt

Finanz und Wirtschaft - - TECHNOLOGIE -

Der Kon­zern ist ein Fall für sich: Mi­cro­soft hat auf der ei­nen Sei­te ei­nen ste­ten Cash­flow dank Qua­si-Mo­no­pol­stel­lung mit dem PC-Be­triebs­sys­tem Win­dows und der Bü­ro­soft­ware Of­fice. Auf der an­de­ren Sei­te hat es der IT-Ol­die – ge­grün­det En­de der Sieb­zi­ger­jah­re – ge­schafft, al­le Trends der ver­gan­ge­nen Zeit zu ver­pas­sen: Smart­pho­nes, Ta­blets, We­ara­bles wie Smart­wat­ches, nir­gend­wo spielt der Soft­ware­her­stel­ler ei­ne ernst­zu­neh­men­de Rol­le.

Sa­tya Na­del­la soll das än­dern. Er über­nimmt den Chef­pos­ten von Mi­cro­soft-Ur­ge­stein Ste­ve Ball­mer. Na­del­la kommt aus der Ge­schäfts­spar­te von Mi­cro­soft. An der Bör­se herrsch­te Freu­de über den Ab­gang von Ball­mer, aber leich­te Ent­täu­schung, dass mit Na­del­la wie­der ein alt­ge­dien­ter Mi­cro­soft-Pio­nier das Ru­der über­nimmt. Noch ist es zu früh, den Kurs des ge­bür­ti­gen In­ders ein­zu­schät­zen.

Das Kurs-Ge­winn-Ver­hält­nis von Mi­cro­soft für das nächs­te Ge­schäfts­jahr mit En­de Ju­ni 2015 liegt bei noch nicht teu­ren 13. Die Di­vi­den­den­ren­di­te bei mehr als 3%, auch das ein or­dent­li­cher Wert für ein Tech-Un­ter­neh­men. Wer glaubt, dass Na­del­la wie­der Schwung in den Kon­zern brin­gen kann, kauft jetzt bei Mi­cro­soft zu.

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