Er­geb­nis­ver­bes­se­rung in Sicht

Finanz und Wirtschaft - - INDUSTRIE - BA

Die Stahl­bran­che spürt An­zei­chen der Er­ho­lung. So ge­hen Markt­for­scher da­von aus, dass die Stahl­prei­se 2013 ih­ren Tief­punkt hin­ter sich ge­las­sen ha­ben. Dank kon­junk­tu­rell be­dingt stei­gen­der Nach­fra­ge und be­grenz­ter In­ves­ti­tio­nen soll­te die Ka­pa­zi­täts­aus­las­tung stei­gen. Bran­chen­ver­tre­ter rech­nen da­mit, dass die La­ger lang­sam auf­ge­füllt wer­den. «Wir sind vor­sich­tig op­ti­mis­tisch», sag­te jüngst Ar­cel­orMit­tal-Chef Lak­sh­mi Mit­tal. Er sieht die Stahl­nach­fra­ge 2014 welt­weit 3,5 bis 4% stei­gen. Das könn­te Schmolz + Bi­cken­bach (S+B) gut ge­brau­chen. Der Her­stel­ler von Spe­zi­al­lang­stahl hat 2013 zwar den fi­nan­zi­el­len Tur­naround ge­schafft. Um sich wei­ter zu stei­gern, ist er aber auch auf ein bes­se­res Um­feld an­ge­wie­sen. Mass­nah­men zur Stei­ge­rung der Ef­fi­zi­enz lau­fen, und die Dis­tri­bu­ti­on Deutsch­land und wei­te­re Han­dels­ak­ti­vi­tä­ten (Um­satz rund 600 Mio. €) ste­hen zur Dis­po­si­ti­on. Ein Ver­kauf wür­de die Mar­ge ver­bes­sern und die Finanzen ent­las­ten.

Das Un­ter­neh­men setzt wei­ter auf Spe­zia­li­sie­rung und Ni­schen, die Markt­ein­tritts­bar­rie­ren sind hoch, we­gen ho­her In­ves­ti­tio­nen und spe­zi­el­ler Tech­no­lo­gie. Die Markt­po­si­tio­nen sind je­weils sehr gut. Im Werk- zeug­stahl sieht sich S+B welt­weit mit gros­sem Ab­stand auf Platz zwei. Im rost­frei­en Lang­s­tahl (rost-, säu­re- und hit­ze­be­stän­dig, RSH) wird eben­falls Rang zwei re­kla­miert. Im Ge­schäft mit Edel­bau- und Au­to­ma­ten­stahl, mit mehr re­gio­na­lem Cha­rak­ter, ge­hört S+B zu den gröss­ten zehn An­bie­tern, in Eu­ro­pa ran­giert die Grup­pe auf Platz vier. Re­gio­nal be­trach­tet sind die Ein­nah­men al­ler­dings schlecht di­ver­si­fi­ziert: 47% stam­men aus Deutsch­land, 35% aus dem üb­ri­gen Eu­ro­pa und nur 14 resp. 4% aus Ame­ri­ka und Asi­en.

S+B dürf­te im lau­fen­den Jahr den Um­satz er­hö­hen, bei zu­min­dest sta­bi­ler Mar­ge. Da das Fi­nanz­er­geb­nis ent­las­tet wird, ist 2014 auf Ebe­ne Ge­winn ei­ne über­pro­por­tio­na­le Stei­ge­rung rea­lis­tisch. Ein Ge­winn je Ak­tie von 0.05 Fr. liegt drin, wenn die Stahl­kon­junk­tur mit­spielt. Die S+B-Ti­tel ha­ben sich in den letz­ten Wo­chen zwi­schen 1.10 und 1.20 Fr. ein­ge­pen­delt. Sie sind nicht mehr bil­lig (KGV 2014: 23) und ver­fü­gen nur auf lan­ge Sicht, nach wei­te­ren ope­ra­ti­ven Ver­bes­se­run­gen, über Auf­wärts­po­ten­zi­al. Al­le Fi­nanz­da­ten zu Schmolz + Bi­cken­bach im On­li­ne-Ak­ti­en­füh­rer: fuw.ch/STLN

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