Die Dis­kon­ti­nui­tä­ten neh­men zu

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE - ROLAND VOGT

Be­wei­sen lässt sich nur die Ver­gan­gen­heit – und auf die be­zie­hen sich denn auch 90% der Bör­sen­be­rich­te. Das ist wie beim Wet­ter­be­richt von heu­te, den man sich ei­gent­lich schon ges­tern oder vor­ges­tern ge­wünscht hät­te.

Doch es gibt auch Mit­tel, die ei­nen bes­se­ren Ausblick ver­schaf­fen, und der sieht für Swatch Group so aus: Das Mit­te 2012 ge­star­te­te Trend­stück wur­de im Spät­herbst 2013 be­en­det. Es ist Teil ei­ner grös­se­ren, pri­mä­ren und noch nicht be­en­de­ten Haus­se­struk­tur.

Swatch Group

Bis Mit­te ver­gan­ge­ner Wo­che be­fand sich Swatch Group in dem mess­tech­nisch schon Mit­te No­vem­ber be­gon­ne­nen Kor­rek­tur­trend. Dass sich et­was ge­än­dert hat, wur­de al­ler­dings erst zu­letzt of­fen­sicht­lich. Doch kaum be­merkt, ist die­ser Trend auch schon vor­über: Wäh­rend der ver­gan­ge­nen Wo­che schei­nen

Swatch Group I Swatch Group in­ner­halb die­ses nun­mehr rund drei­mo­na­ti­gen Kor­rek­tur­zy­klus die Schluss­run­de ab­sol­viert zu ha­ben. Das be­deu­tet, dass der Ti­tel den pri­mä­ren Auf­wärts­trend wie­der auf­nimmt, al­ler­dings in ei­ner an­de­ren Au­s­prä­gung als wäh­rend des 2012 bis 2013 dau­ern­den Trends. Denn wenn der Pri­mär­trend zeit­lich rei­fer ge­wor­den ist, hat das für die Sub­trends Fol­gen.

Es ist zu er­war­ten, dass die an­ste­hen­de Auf­wärts­be­we­gung mit mehr Dis­kon­ti­nui­tä­ten ver­bun­den ist als der frü­he­re Auf­wärts­trend. Wie das aus­se­hen könn­te, zeigt der Chart: Der Ver­lauf von Ju­li bis Ok­to­ber ist näm­lich ei­ne Ite­ra­ti­on des­sen, was sich im gros­sen Bild ab­spielt. Der nächs­te gros­se Eck­punkt dürf­te da­her et­wa bei 650 Fr. lie­gen und noch im Früh­som­mer er­reicht wer­den.

UBS

Wer­den Ana­ly­sen auf Wo­chen- oder Mo­nats­ba­sis vor­ge­nom­men, ver­schwin­den vie­le im Ta­ges­ge­schäft schein­bar so wich­ti­ge De­tails. Sie wer­den aus­ge­fil­tert, üb­rig bleibt die Es­senz. Die sieht für UBS nicht we­sent­lich an­ders aus als für die meis­ten SMI-Ti­tel: Der lang­fris­ti­ge Trend weist ei­ne ho­he Rei­fe auf, hat sei­nen Ze­nit aber höchst­wahr­schein­lich noch nicht über­schrit­ten. Der Rei­fe­zu­stand ist an dem wei­ten Aus­ein­an­der­klaf­fen von Preis- und In­di­ka­tor­ent­wick­lung (oran­ger Pfeil und grü­ne Li­nie) zu er­ken­nen. Dies wur­de schon in der Kolumne vom 29. Ja­nu­ar für SMI und DJ Eu­ro Sto­xx 50 the­ma­ti­siert.

UBS be­fin­den sich noch im­mer in der Kor­rek­tur­pha­se. Es scheint, als wür­de sie ei­ne drei­ecks­för­mi­ge Struk­tur er­hal­ten. Das führt zur Kon­klu­si­on, dass UBS zu­nächst noch im obe­ren, bei et­wa 19.20 Fr. ab­ge­grenz­ten Seit­wärts­trend ver­blei­ben. Die kom­men­den Wo­chen könn­ten da den ei­nen oder an­de­ren Dämp­fer brin­gen. Doch die las­sen sich auf stra­te­gi­scher Ebe­ne ja vor­treff­lich nut­zen. Wor­um geht’s? Die Kon­so­li­die­rungs­struk­tur schafft für spä­ter neu­es Auf­wärts­po­ten­zi­al. Nach ak­tu­el­lem Wis­sens­stand müss­te dies für UBS bis in die Ge­gend 21/21.50 Fr. rei­chen. Die Mei­nung des Au­tors muss nicht mit je­ner der Re­dak­ti­on über­ein­stim­men.

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