Eid­ge­nos­sen­schaft stockt auf

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - OB­LI­GA­TIO­NEN SCHWEIZ MAN­FRED KRÖLLER

Ein nicht all­täg­li­ches Ren­di­te­an­ge­bot brach­ten Cre­dit Suis­se (CS) und UBS zum Wo­chen­be­ginn: 5% Af­ri­can Bank 2014/2018 über 165 Mio. Fr. Der Ren­di­te­auf­schlag (Spre­ad) be­trug 459,9 Ba­sis­punk­te (Bp) über Swap­Mit­te. Gleich­tags kam in Ei­gen­re­gie 13⁄ Thur­gau­er Kan­to­nal­bank 2014/2023 über 150 Mio. Fr. Der Spre­ad er­reich­te 7 Bp über Swap.

Die Eid­ge­nos­sen­schaft stockt drei­fach auf. Nach An­ga­ben der Eid­ge­nös­si­schen Fi­nanz­ver­wal­tung sol­len am Mitt­woch für fol­gen­de «Eid­ge­nos­sen» neue

Sven­s­ka Han­dels­ban­ken nimmt 350 Mio. Fr. auf – Af­ri­can Bank plat­ziert zu 5% Cou­pon

Tran­chen ver­stei­gert wer­den: 2% Eid­ge­nos­sen­schaft 2010/2021 ( Va­lor 18 425 008, nach Li­be­rie­rung fun­gi­bel mit 11 199 981), 11⁄ Eid­ge­nos­sen­schaft 2012/2024 ( Va­lor 18 425 009, nach Li­be­rie­rung fun­gi­bel mit 12 718 117 ) so­wie 4% Eid­ge­nos­sen­schaft 1999/2049 ( Va­lor 22 439 693, nach Li­be­rie­rung fun­gi­bel mit 00 975 519 ). Li­be­riert wird am 26. Fe­bru­ar, Ei­gen­tran­chen sind nicht vor­ge­se­hen.

CS und UBS plat­zier­ten am Di­ens­tag Sven­s­ka Han­dels­ban­ken 2014/2018 über 350 Mio. Fr. zu 15 Bp über Swap-Mit­te. An drei­mo­na­ti­gen Geld­markt­buch­for­de­run­gen der Eid­ge­nos­sen­schaft wur­den am Di­ens­tag 814,8 Mio. Fr. zu­ge­teilt. Es gab Ge­bo­te über 4,045 Mrd. Fr. Die Ren­di­te er­reich­te –0,091% nach zu­vor –0,107%.

Von der Fin­ma an­er­kann­te Ra­tings wer­den für die Fremd­ka­pi­tal­be­schaf­fung von mit­tel­gros­sen Un­ter­neh­men im­mer wich­ti­ger, schreibt Da­ni­el Blan­chet von Tra­di­ti­on, Lau­sanne. Es sei ab­seh­bar, dass 2014 das Vo­lu­men der Fran­ke­n­emis­sio­nen Schwei­zer Un­ter­neh­men wei­ter ab­neh­me. Es gab bis­her zwar ei­ni­ge neue Na­men, «für die gros­se Mehr­heit der In­ves­to­ren bleibt die Aus­wahl an Emit­ten­ten aber zu klein». Bei den der­zeit tie­fen Ren­di­ten sei das «an sich kein Un­glück». Der In­ves­ti­ti­ons­be­darf in­sti­tu­tio­nel­ler An­le­ger sei ge­ring. Tur­bu­len­zen an den Schwel­len­märk­ten könn­ten die­sen Sach­ver­halt aber ver­än­dern.

Für In­ves­to­ren auf der Su­che nach Ren­di­ten könn­ten Pri­vat­plat­zie­run­gen at­trak­tiv wer­den, da die Mar­gen hö­her sei­en als bei ko­tier­ten An­lei­hen, ar­gu­men­tiert Blan­chet. Klei­ne und mitt­le­re Un­ter­neh­men sei­en aber in der Zwick­müh­le. Ei­ner­seits wer­de es für sie im­mer schwie­ri­ger, Bank­dar­le­hen zu ak­zep­ta­blen Kon­di­tio­nen zu be­kom­men. An­de­rer­seits sei ih­nen der Weg ei­ner Pri­vat­plat­zie­rung ver­sperrt, weil sie kei­ne Ga­ran­ti­en oder an­er­kann­te Ra­tings vor­wei­sen könn­ten.

Die Ra­ting­agen­tur Fe­da­fin, die In­ves­to­ren seit Jah­ren mit un­ab­hän­gi­gen Ri­si­ko­ana­ly­sen be­lie­fert, be­ur­tei­le aus­ser öf­fent­li­chen Schuld­nern und Kan­to­nal­ban­ken auch ko­tier­te schwei­ze­ri­sche Pri­vat­un­ter­neh­men so­wie über 200 halb­staat­li­che oder staats­na­he Un­ter­neh­men. Lei­der ak­zep­tie­re die Fin­ma we­der die Ra­tings der Schwei­zer Ban­ken noch die Un­ter­neh­mens­be­wer­tun­gen der Fe­da­fin, kri­ti­siert Blan­chet. Wenn es der Fe­da­fin ge­län­ge, ih­re Un­ter­neh­mens­ra­tings an­er­ken­nen zu las­sen, und wenn die kan­to­na­len Fi­nanz­di­rek­to­ren ei­nen ak­zep­ta­blen Ga­ran­ti­e­text ver­ab­schie­den, könn­ten die in­sti­tu­tio­nel­len Kre­dit­ge­ber die feh­len­den öf­fent­li­chen Emis­sio­nen teil­wei­se mit Pri­vat­plat­zie­run­gen wett­ma­chen», schreibt Blan­chet. Es sei zu hof­fen, dass das 2014 ge­lin­ge.

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