Bobst kann end­lich ern­ten

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Erst­mals drü­cken sich die um­fas­sen­den Re­struk­tu­rie­run­gen der letz­ten Jah­re auch in den Zah­len des Ver­pa­ckungs­ma­schi­nen­her­stel­lers aus: 2013 ist der Um­satz um 7,1% auf 1354 Mio. Fr. ge­stie­gen. Das ist klar mehr als die 1320 bis 1335 Mio. Fr., die das Un­ter­neh­men noch An­fang De­zem­ber, an­läss­lich des tra­di­tio­nel­len In­ves­to­ren­ta­ges, in Aus­sicht ge­stellt hat­te. Und der hö­he­re Um­satz schlug voll auf den Ge­winn durch. Liess sich aus den Aus­sa­gen im De­zem­ber noch ein Ebit von gut 40 Mio. Fr. ab­lei­ten (nach 31 Mio. Fr. im Jahr 2012), spricht Bobst nun von ei­nem «klar hö­he­ren Rein­ge­winn als im De­zem­ber an­ge­kün­digt». So­mit dürf­ten nun ge­gen 45 Mio. Fr. mög­lich sein. Den de­tail­lier­ten Jah­res­ab­schluss ver­öf­fent­licht Bobst am 27. März. Die hö­he­re Ren­ta­bi­li­tät wird erst­mals seit 2008 wie­der ei­ne Di­vi­den­de er­mög­li­chen.

Die zü­gi­ge Ab­ar­bei­tung des Be­stel­lungs­ein­gangs hat al­ler­dings da­zu ge­führt, dass der Auf­trags­be­stand An­fang Jahr et­was nied­ri­ger ist als vor Jah­res­frist. An der im De­zem­ber ver­kün­de­ten Um- satz­pro­gno­se für 2014 wird denn auch nichts ge­än­dert. Er­war­tet wer­den 1250 bis 1335 Mio. Fr. – und da­mit we­ni­ger als 2013. Doch Un­ter­neh­mens­chef Je­an-Pas­cal Bobst er­war­tet den­noch ei­nen ähn­li­chen Ge­winn wie 2013, ob­wohl der Ent­wick­lungs­auf­wand rund 8 bis 10 Mio. Fr. hö­her lie­gen wird. Mög­lich ma­chen soll dies ei­ne sehr se­lek­ti­ve, auf die Mar­ge fo­kus­sier­te Auf­trags­ak­qui­si­ti­on (was mit ein Grund für die nied­ri­ge­re Um­satz­pro­gno­se ist). Zu­dem ist 2014 das ers­te Jahr, in dem sich die Re­struk­tu­rie­run­gen voll auf das Er­geb­nis aus­wir­ken kön­nen.

Die Ak­ti­en ha­ben auf die An­kün­di­gung ei­ner bes­se­ren Ge­winn­ent­wick­lung mit Avan­cen re­agiert, doch bleibt we­gen der Sta­gna­ti­on 2014 das Kur­s­po­ten­zi­al kurz­fris­tig be­grenzt.

Mit­tel­fris­tig liegt der Reiz der Bob­stTi­tel im ho­hen Wachs­tum des glo­ba­len Ver­pa­ckungs­mark­tes. Er wird vom wei­ter stark wach­sen­den On­line­han­del und von den Schwel­len­län­dern be­feu­ert. Bobst hat 2013 erst ei­ne Ebit-Mar­ge von et­wa 3,5% er­reicht. Bis 2015 wer­den aber 7% an­ge­strebt. Bobst blei­ben ein Fa­vo­rit un­ter den Small Caps. Al­le Fi­nanz­da­ten zu Bobst im On­line-Ak­ti­en­füh­rer: fuw.ch/BOBNN

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