«Ren­nen nach wie vor of­fen»

Finanz und Wirtschaft - - UNTERNEHMEN - AK

Nach meh­re­ren Nach­bes­se­run­gen im Kampf um die Ho­tel­grup­pe Vic­to­ri­aJung­frau Collec­tion ( VJC) of­fe­rie­ren die zwei Streit­häh­ne Ae­vis und Swiss Pri­va­te Ho­tel der­zeit den glei­chen Preis: 310 Fr. je VJC-Ak­tie. Der Un­ter­schied ist, dass Ae­vis, die bis­her nur Kli­ni­ken be­treibt, per 12. Fe­bru­ar schon 34,7% an VJC hält: An den zwei Vor­ta­gen hat sie auch die Ak­ti­en­pa­ke­te von So­cié­té Fi­nan­ciè­re Ter­ra­ma­ris (14,7%) und No­var­tis (4,3%) er­wer­ben kön­nen. Die Swiss Pri­va­te Ho­tel der Fa­mi­lie Manz hat nur ei­nen An­teil von 1,2%.

Den­noch be­tont Al­f­red Manz, dass «das Ren­nen nach wie vor of­fen ist». Denn durch die jüngs­ten Zu­käu­fe von Ae­vis hät­ten sich zwei we­sent­li­che Fak­to­ren ver­än­dert. Den VJC-Ak­tio­nä­ren sei die Frist zur An­die­nung der Ak­ti­en bis zum 28. Fe­bru­ar ver­län­gert wor­den. Zu­dem könn­ten die Ak­tio­nä­re nun auch An­die­nun­gen ge­gen­über Ae­vis zu­rück­zie­hen, wie die Über­nah­me­kom­mis­si­on an­ge­ord­net hat. Da­mit, so Al­f­red Manz, «sind al­le Ak­tio­nä­re wie­der frei, uns ih­re Ak­ti­en an­zu­die­nen».

Of­fen ist die Fra­ge, war­um die VJCAk­tio­nä­re ih­re in­zwi­schen nur noch aus­ser­börs­lich ge­han­del­ten Ak­ti­en der Swiss Pri­va­te Ho­tel an­bie­ten soll­ten. Die­se bie­tet ja nicht mehr als Ae­vis. «Der Preis ist das ei­ne, die Stra­te­gie und Glaub­wür­dig­keit der An­bie­ter das an­de­re», meint Micha­el Manz. Dank des über dem Bran­chen­durch­schnitt lie­gen­den Ge­winns sei Swiss Pri­va­te Ho­tel in der La­ge, zu­sätz­li­che In­ves­ti­tio­nen vor­zu­neh­men, da­mit die vier Tra­di­ti­ons­häu­ser von VJC «wie­der zu Per­len des Schwei­zer Tou­ris­mus wer­den». Die Ho­tels, dar­un­ter das «Grand Ho­tel Vic­to­ri­aJung­frau» in In­ter­la­ken, wa­ren im ers­ten Halb­jahr 2013 im Schnitt nur zu 48% aus­ge­las­tet. Zur Fra­ge, ob sie sich ei­ne Er­hö­hung des An­ge­bots­prei­ses über­le­ge, woll­te Fa­mi­lie Manz kei­ne Stel­lung neh­men. Der Ver­wal­tungs­rat von VJC ver­zich­tet dar­auf, ei­ne Emp­feh­lung an die Ak­tio­nä­re ab­zu­ge­ben. Das Gre­mi­um hält aber fest, dass bei Ae­vis als ko­tier­ter Ge­sell­schaft Trans­pa­renz be­steht in Be­zug auf die fi­nan­zi­el­len Kenn­zah­len. Sie ha­be in den ver­gan­ge­nen Jah­ren pro­fi­ta­bel ge­ar­bei­tet und für VJC kla­re stra­te­gi­sche Über­le­gun­gen dar­ge­legt.

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