Lem kann die Pro­fi­ta­bi­li­tät wei­ter stei­gern

Finanz und Wirtschaft - - UNTERNEHMEN - PM

Nach mar­gen­mäs­sig eher zu­rück­hal­ten­den Jah­ren wird sich der Kom­po­nen­ten­her­stel­ler Lem im Ge­schäfts­jahr 2013/14 (per En­de März) wie­der deut­lich ver­bes­sern. Dar­an än­dert auch das schwä­che­re drit­te Quar­tal nichts. Hin­ter den ge­dämpf­ten Quar­tals­zah­len ste­hen im We­sent­li­chen sai­so­na­le Ef­fek­te, die ge­mäss Kon­zern­chef François Ga­bel­la im vier­ten Quar­tal kom­pen­siert wer­den kön­nen.

Im drit­ten Quar­tal sank der Um­satz im Ver­gleich zum Vor­quar­tal 11,5% und das ope­ra­ti­ve Er­geb­nis Ebit gar 30%. Im Vor­jah­res­ver­gleich al­ler­dings sieht das an­ders aus: Der Um­satz ist in die­ser Be­trach- tungs­wei­se 3% auf 184,5 Mio. Fr. ge­stie­gen. Das Wachs­tum ist auf den do­mi­nan­ten Be­reich In­dus­trie mit ei­ner Ex­pan­si­on von 3,9% auf 158,3 Mio. Fr. zu­rück­zu­füh­ren. Im Au­to­mo­bil­be­reich da­ge­gen san­ken die Ver­käu­fe 2,4% auf 26,2 Mio. Fr.

Die Er­trags­la­ge hat sich, vor­ab we­gen der strik­ten Kos­ten­kon­trol­le, er­freu­lich ent­wi­ckelt. Der Ebit dehn­te sich 22,7% auf 42,1 Mio. Fr. aus. Das ent­spricht ei­ner ho­hen Mar­ge von 22,8%. Sie liegt da­mit klar über dem Ziel­kor­ri­dor von 15 bis 20%.

Der Ge­winn wuchs, in ers­ter Li­nie we­gen hö­he­rer Steu­ern, mit 16% auf 33,1 Mio. Fr. et­was we­ni­ger aus­ge­prägt. Den­noch hat sich die Um­satz­ren­di­te auf knapp 18% aus­ge­dehnt.

Ein spe­zi­el­les Au­gen­merk gilt sei­tens von Lem dem chi­ne­si­schen Markt. Chi­na ist ge­mäss Ga­bel­la «zum wich­tigs­ten Land für Lem» ge­wor­den. Die Be­deu­tung ist gleich ei­ne dop­pel­te: Der chi­ne­si­sche Markt wächst stark, und im­mer mehr Kun­den wol­len in Chi­na di­rekt vor Ort prä­sent sein. Lem hält im rie­si­gen Markt mit ih­ren Kom­po­nen­ten zur Mes­sung elek­tro­ni­scher Pa­ra­me­ter ei­nen Markt­an­teil von über 50%. Der kon­zern­wei­te Um­satz­an­teil von Chi­na be­trägt 24%.

Für das ge­sam­te Ge­schäfts­jahr 2013/14 zeigt sich Ga­bel­la zu­ver­sicht­lich. Er hält am Um­satz­ziel von 240 bis 250 Mio. Fr. fest (ent­spre­chend ei­nem Wachs­tum von rund 4,2% ge­gen­über dem Vor­jahr) und stellt ei­nen Ebit von rund 54 Mio. Fr. in Aus­sicht (+31,7%). Das ent­sprä­che ei­ner star­ken Ebit-Mar­ge von 22%. Die­se Zah­len schei­nen mit Blick auf den Auf­trags­ein­gang rea­lis­tisch. Er er­reich­te im drit­ten Quar­tal 58,7 Mio. Fr. und über­traf da­mit den Vor­jah­res­wert um 14,2%. «Fi­nanz und Wirt­schaft» hält an der Ge­winn­schät­zung von 34 Fr. je Na­men­ak­tie fest, ent­spre­chend ei­nem Ge­winn­wachs­tum von rund 20%. Der Wachs­tums­rhyth­mus dürf­te sich im Ge­schäfts­jahr 2014/15 eher wie­der ver­lang­sa­men, ein Über­schuss je Ak­tie von 36 Fr. er­scheint rea­lis­tisch.

Die Bör­se hat po­si­tiv auf die gu­ten Zah­len re­agiert und Lem deut­lich hö­her ein­ge­stuft. Die Ti­tel sind mit ei­nem Kurs­Ge­winn-Ver­hält­nis (Ba­sis Ge­winn­schät­zung 14/15) von 19 stolz be­wer­tet. Trotz der gu­ten Wachs­tums­per­spek­ti­ven dürf­te sich die wei­te­re Kurs­fan­ta­sie vor­erst in Gren­zen hal­ten. Zu­dem ist der Markt in den Va­lo­ren sehr eng, der Free Float be­trägt nicht ein­mal 30%. En­ga­ge­ments drän­gen sich dem­nach nicht auf. Al­le Fi­nanz­da­ten zu Lem im On­line-Ak­ti­en­füh­rer: fuw.ch/

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