CPH bald mit Ge­winn

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Zum vier­ten Mal in Fol­ge weist die CPHG­rup­pe ei­nen Ver­lust aus, und was für ei­nen: Nach ope­ra­tiv ro­ten Zah­len und mas­si­ven Wert­be­rich­ti­gun­gen auf Sach­an­la­gen in der Schweiz sum­miert sich das Mi­nus im ver­gan­ge­nen Jahr auf nicht we­ni­ger als 271,5 Mio. Fr.

Die Re­duk­ti­on der Wert­hal­tig­keit von Bau­ten, Pro­duk­ti­ons­an­la­gen und üb­ri­gen An­la­gen ist Fol­ge von Ve­rän­de­run­gen mass­geb­li­cher Be­rech­nungs­fak­to­ren. Den gröss­ten Ein­fluss hat die An­nah­me an­hal­tend nied­ri­ger Prei­se für Pa­pier. Sie sind seit 2008 im Be­reich Zei­tungs­pa­pier ein Drit­tel, für Ma­ga­zin­pa­pier ein Vier­tel ge­sun­ken. CPH rech­net nicht mit ei­ner Er­ho­lung. Die Fol­gen der Prei­se­ro­si­on für Pa­pier lässt sich am bes­ten dar­an ab­le­sen, dass das Un­ter­neh­men 2013 ei­nen gleich gros­sen Be­reichs­um­satz aus­wies wie fünf Jah­re zu­vor – trotz 60% hö­he­rer Pro­duk­ti­on.

Fran­ken nagt am Ge­winn

Zu­dem ist seit 2010 der Eu­ro-Wech­sel­kurs ge­sun­ken. Seit­her liegt er deut­lich un­ter der Kauf­kraft­pa­ri­tät. Der über­be­wer­te­te Fran­ken ha­be das Be­triebs­er­geb­nis ver­gli­chen mit da­mals et­wa 50 Mio. Fr. ge­schmä­lert, sag­te CEO Pe­ter Schild­knecht an ei­ner Te­le­fon­kon­fe­renz. Die Grup­pe fer­tigt zu ei­nem gros­sen Teil in der Schweiz. Im Heim­markt wer­den 70% der Kos­ten, aber le­dig­lich 15% der Ein­nah­men ver­bucht.

Wei­te­re Grün­de für das Im­pair­ment sind hö­he­re Ka­pi­tal­kos­ten ( WACC) und die An­nah­me ei­nes ge­rin­ge­ren Wachs­tums im Che­mie­ge­schäft in der Schweiz. Wett­be­wer­ber aus Chi­na ma­chen den eu­ro­päi­schen An­bie­tern das Le­ben schwer, der Preis­druck ist hoch.

Durch die Wert­be­rich­ti­gung der Sach­an­la­gen schrumpf­te die Bi­lanz 30%. Der An­teil des eben­falls arg de­zi­mier­ten Ei­gen­ka­pi­tals blieb mit über 60% so­lid. Mit Blick dar­auf, dass die Wert­be­rich­ti­gung nicht li­qui­di­täts­wirk­sam war und der Cash­flow die In­ves­ti­tio­nen auch 2014 über­tref­fen wird, ent­schied der Ver­wal­tungs­rat, ei­ne un­ver­än­der­te Di­vi­den­de vor­zu­schla­gen. Die Ren­di­te ist mit rund 1% al­ler­dings be­schei­den.

Ak­ti­en un­ter Buch­wert

Der Aus­blick des Ma­nage­ments ist von Zu­ver­sicht ge­prägt. Dank ef­fi­zi­en­te­rer Pro­duk­ti­on und 10 Mio. Fr. nied­ri­ge­ren Ener­gie­kos­ten soll­te sich das Be­triebs­re­sul­tat ver­bes­sern. Das Im­pair­ment hat aus­ser­dem den Vor­teil, dass die lau­fen­den Ab­schrei­bun­gen 22 Mio. Fr. sin­ken.

Es ist da­her nicht be­son­ders ge­wagt, für 2014 ei­nen Ge­winn vor­aus­zu­sa­gen. Über die Hö­he woll­te sich der CEO nicht äus­sern. Die Ak­ti­en dürf­ten die seit zwei Jah­ren wäh­ren­de Seit­wärts­be­we­gung fort­set­zen. Kur­s­im­pul­se sind nicht ab­zu­se­hen. An­de­rer­seits no­tie­ren die Ti­tel 16% un­ter dem Wert der be­rei­nig­ten Bi­lanz, was den Kurs stüt­zen soll­te.

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