Ak­ti­en Schweiz

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«Nach vie­len Jah­ren Auf­wärts­trend sind die Ak­ti­en­markt­be­wer­tun­gen ge­mes­sen an den er­ziel­ten Ge­win­nen auf eher dün­nem Eis an­ge­kom­men. Da sich die glo­ba­le Er­ho­lungs­pha­se wei­ter fort­set­zen wird, er­weist sich die­se ma­kro­öko­no­mi­sche Dy­na­mik im­mer mehr als ein Stütz­pfei­ler der Ak­ti­en­ral­ly. Der er­war­te­te Wachs­tums­bei­trag des Pri­vat­kon­sums in Eu­ro­pa dürf­te sich im lau­fen­den Jahr wei­ter er­hö­hen. Dies un­ter­stützt die haupt­säch­lich in­ter­na­tio­nal ori­en­tier­ten Un­ter­neh­men, die in der Schweiz ko­tiert sind. Da­mit avan­ciert das Wachs­tum des Ge­winns pro Ak­tie zu ei­nem wich­ti­gen An­triebs­fak­tor für den lo­ka­len Ak­ti­en­markt. Gleich­zei­tig ge­hen wir da­von aus, dass die In­fla­ti­on in den von den Zen­tral­ban­ken an­vi­sier­ten Band­brei­ten ver­lau­fen wird. Die­ses Um­feld dürf­te dem Schwei­zer Ak­ti­en­markt schritt­wei­se zu hö­he­ren Kur­sen ver­hel­fen.» Bra­si­li­en sein. Hier schau­en wir uns Pe­tro­bras und Va­le an. Bra­si­li­en und In­di­en sind vor al­lem auch aus Wäh­rungs­sicht für ei­nen Schwei­zer In­ves­tor nun at­trak­tiv. Auch Gold­mi­nen­ak­ti­en ha­ben trotz ei­ner star­ken Er­ho­lung mit­tel­fris­tig im­mer noch sehr viel Po­ten­zi­al. Sehr weit oben auf un­se­rer Kauf­lis­te fin­det sich auch Ita­li­en. Der ita­lie­ni­sche Ak­ti­en­markt steht kurz vor ei­nem wich­ti­gen chart­tech­ni­schen Durch­bruch und ist fun­da­men­tal ge­se­hen sehr bil­lig be­wer­tet.» Da­für ist es zu früh. Es wird ar­gu­men­tiert, die Be­wer­tun­gen sei­en vie­ler­orts güns­tig, und das ist zwei­fel­los der Fall. Aber was bil­lig ist, kann noch bil­li­ger wer­den. Die Ak­ti­en­märk­te wer­den sich erst sta­bi­li­sie­ren oder nach oben dre­hen, wenn das De­fi­zit im Aus­sen­han­del ab­nimmt, sich al­so die Leis­tungs­bi­lanz ver­bes­sert. Des­halb ist es nicht rat­sam, di­ver­si­fi­ziert in Schwel­len­län­der zu in­ves­tie­ren. Bes­ser ist die La­ge bei­spiels­wei­se in Ko­rea, das Land hat ei­nen Leis­tungs­bi­lanz­über­schuss. Die La­ge ist schlimm. Ei­ne Fi­nanz­kri­se ist nur ver­hin­dert wor­den, weil die Zen­tral­bank ein­schritt. Die Bank of Ja­pan star­te­te ihr Pro­gramm 2012, sie kauft al­les, von Staats­an­lei­hen über Un­ter­neh­mens­ob­li­ga­tio­nen und Ak­ti­en bis zu Im­mo­bi­li­en­an­la­gen. Das Pro­blem liegt wie­der­um in der Leis­tungs­bi­lanz, sie droht in ein struk­tu­rel­les De­fi­zit zu kip­pen. So­bald das der Fall ist, müss­te das Land aus­län­di­sches Ka­pi­tal an­zie­hen. Doch wel­cher in­ter­na­tio­na­le In­ves­tor kauft ja­pa­ni­sche Staats­an­lei­hen mit ei­nem Zins von 0,6% und wird da­mit Gläu­bi­ger für die gröss­te Staats­schuld al­ler In­dus­trie­län­der von 220% des Brut­to­in­land­pro­dukts, da­zu noch in ei­ner Wäh­rung, die ab­ge­wer­tet wer­den soll? Der US-Ak­ti­en­markt ist an­ge­spannt, aber nicht be­son­ders über­be­wer­tet. Es gibt kei­nen Grund an­zu­neh­men, dass die Kur­se kol­la­bie­ren könn­ten. Die Bör­se wird wei­ter­hin durch die ex­pan­si­ve Geld­po­li­tik ge­stützt. Zu­dem avan­cier­ten USAk­ti­en im ver­gan­ge­nen Jahr auch, weil die Un­ter­neh­mens­ge­win­ne schnel­ler ge­wach­sen sind. Im Un­ter­schied da­zu stie­gen eu­ro­päi­sche Ak­ti­en vor al­lem we­gen ei­ner hö­he­ren Be­wer­tung. Die Ge­win­ne der Un­ter­neh­men sta­gnier­ten in Eu­ro­pa wie auch ins­ge­samt im Ak­ti­en­in­dex MSCI Welt. Ja, wir er­war­ten stei­gen­de Kur­se. Al­ler­dings wird auch die Vo­la­ti­li­tät zu­neh­men. Der ein­fa­che Teil der wirt­schaft­li­chen Er­ho­lung liegt hin­ter uns: Eu­ro­pa kam aus der Re­zes­si­on, in den USA fass­te die Er­ho­lung Tritt und die Geld­po­li­tik blieb äus­serst ex­pan­siv, und Ja­pan lan­cier­te das gros­se Sti­mu­lus­pro­gramm. Das ver­bes­ser­te die Stim­mung der An­le­ger. Die­ses Jahr wird schwie­ri­ger.

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