Emp­feh­lun­gen be­we­gen

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN SCHWEIZ - GA­BI WÜ­TH­RICH

DS­wiss Re lässt hof­fen – No­bel Bio­ca­re tau­chen we­gen vor­sich­ti­ger Wachs­tums­zie­le

er Wo­chen­start an der Schwei­zer Bör­se ver­lief ru­hig. Ver­gli­chen zum Schluss­kurs vom Frei­tag no­tiert der Swiss Mar­ket In­dex (SMI) fast un­ver­än­dert auf 8419,9.

Un­ter den Ak­ti­en der Gross­ban­ken hiel­ten sich CS Group (+1,1% seit Frei­tag) bes­ser als UBS (+0,3%): Bei­de Va­lo­ren wer­den neu von Jef­fe­ries ab­ge­deckt. CS Group emp­feh­len die Ana­lys­ten we­gen der ver­gleichs­wei­se tie­fen Be­wer­tung zum Kauf, wäh­rend sie UBS der­zeit für fair be­wer­tet hal­ten und sie da­her mit Hal­ten ein­stu­fen. Ju­li­us Bär (–0,8%) lit­ten da­ge­gen un­ter ei­ner Ab­stu­fung auf Equal Weight durch die USBank Mor­gan St­an­ley. Als Grün­de nann­ten die Ana­lys­ten die kurz­fris­tig nicht über­zeu­gen­den Ge­winn­aus­sich­ten für das in­ter­na­tio­na­le Ver­mö­gens­ver­wal­tungs­ge­schäft von Mer­rill Lynch und die wei­ter un­kla­ren Kos­ten des US-Steu­er­streits. Die St. Gal­ler KB (–2,4%) hat­te der­weil an der Jah­res­zah­len-prä­sen­ta­ti­on ver­gan­ge­ne Woche die Ab­schrei­bun­gen für den US-Steu­er­streit prä­zi­siert. Die Ak­ti­en hat­ten in der Fol­ge deut­lich avan­ciert, zu Wo­chen­be­ginn schie­nen die An­le­ger aber Ge­win­ne mit­zu­neh­men.

Gut hiel­ten sich die Ak­ti­en des Rück­ver­si­che­rers Swiss Re (+0,8%), der am Don­ners­tag das Ge­schäfts­er­geb­nis prä­sen­tie­ren wird. Da dank ge­rin­ger Gross­schä­den ein ho­her Über­schuss er­war­tet wird, hof­fen die An­le­ger auf ei­ne er­neu­te Son­der­di­vi­den­de.

Wie wei­ter mit Sul­zer?

Auch Sul­zer (–2,4%) wird am Don­ners­tag den Jah­res­ab­schluss vor­le­gen. Kurs­be­stim­mend wird sein, wie sich der Aus­blick für 2014 dar­stellt (wohl nicht sehr gut, wie bei den meis­ten In­dus­trie­un­ter­neh­men) und was Sul­zer mit den aus dem Met­co-Ver­kauf ge­lös­ten Mit­teln – im­mer­hin rund 850 Mio. Fr. – an­fan­gen will. Wenn Sul­zer wei­ter­hin nicht klar sa­gen kann, wo­hin das Un­ter­neh­men ge­steu­ert wer­den soll, dann dürf­ten die Kur­se wei­ter­hin ab­brö­ckeln (vgl. Sei­te 15). ABB (–1,1%) ga­ben nach dem durch­wach­se­nen Jah­res­re­sul­tat der Vor­wo­che wei­ter Ter­rain preis. Da­ge­gen er­reich­te die Tech­no­lo­gie­grup­pe Ad­val Tech (+7%) zur Freu­de der An­le­ger ope­ra­tiv die Ge­winn­schwel­le (vgl. Sei­te 13). Der Rönt­gen- und Halb­lei­ter­tech­no­lo­gie-Spe­zia­list Co­met (+6%) über­traf mit den Zah­len für 2013 die Er­war­tun­gen (vgl. Sei­te 13).

No­bel Bio­ca­re (–8,1%) wa­ren am Mon­tag vor Be­kannt­ga­be des Jah­res­re­sul­tats 2013 noch gut 2% vor­an­ge­kom­men, büss­ten am Di­ens­tag dann aber deut­lich ein. Die An­le­ger hat­ten auf ei­ne mu­ti­ge­re Wachs­tums­pro­gno­se des Den­talim­plan­tat­her­stel­lers ge­hofft (vgl. Sei­te 7). Die Wett­be­wer­ber­ti­tel St­raumann (–0,5%) hiel­ten sich bes­ser. VR-Prä­si­dent und CEO Raf­fae­le Pe­tro­ne scheint mit der an­ge­kün­dig­te Er­hö­hung des Free­floats in Ther­ametrics (+10%) ernst zu ma­chen: Die Ak­tio­närs­grup­pe Pe­tro­ne senk­te ge­mäss ei­ner Of- fen­le­gungs­mel­dung ih­ren An­teil am auf Phar­ma­auf­trags­for­schung spe­zia­li­sier­ten Un­ter­neh­men von 19,98 auf 13,88%.

Dass der Mai­s­preis auf den höchs­ten Stand seit Sep­tem­ber 2013 ge­klet­tert ist, schien die Ak­ti­en des Saat­gut­her­stel­lers Syn­gen­ta (+2,3%) zu stüt­zen. Der Pa­pier­her­stel­ler CPH (–0,9%) gab sich nach dem vier­ten Jah­res­ver­lust in Fol­ge für 2014 zu­ver­sicht­lich (vgl. Sei­te 11).

Hol­cim «ver­kau­fen»

Das Jah­res­er­geb­nis von Hol­cim (–0,4%) folgt am Mitt­woch in ei­ner Woche. We­gen der Schwä­che der für den Ze­ment­kon­zern wich­ti­gen Schwel­len­län­der­wäh­run­gen stuf­te Gold­man Sachs die Ti­tel auf Ver­kau­fen ab. Der Ver­wal­tungs­rat des Tief­see­bohr­kon­zerns Tran­so­ce­an (–3%) hat ei­ne frü­her mit Gross­ak­tio­när Carl Icahn aus­ge­han­del­te Ver­ein­ba­rung be­stä­tigt und be­an­tragt der GV vom 16. Mai 2014 ei­ne Er­hö­hung der Di­vi­den­de auf 3 $ pro Ak­tie, nach 2.24 $ im Vor­jahr. Te­me­nos (+1,1%) mel­de­te am Di­ens­tag nach Bör­sen­schluss für 2013 ein Um­satz­plus von 3,9% auf 467,8 Mio. $ und ei­nen Ge­winn von 68 Mio. $, nach 25 Mio. 2012. Da­mit er­füll­te der Ban­ken­soft­ware­her­stel­ler die Er­war­tun­gen.

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